
Die Kommunalwahl hatte auf Landesebene ein klares Muster: Die CDU bleibt trotz leichter Verluste stärkste Kraft, die SPD folgt mit Abstand, die Grünen verlieren deutlich, und die AfD gewinnt hinzu. Landesweit lag die Wahlbeteiligung über dem Niveau von 2020, vielerorts wird es Stichwahlen um die Spitzenämter geben. Doch so eindeutig die landesweite Tendenz erscheint, so unterschiedlich sah das Bild vor Ort aus. In Hamm triumphierte die SPD, in Münster blieb die AfD chancenlos, in Olpe und im Sauerland dominierte die CDU fast unangefochten, und in Hallenberg überraschte die FDP mit einem außergewöhnlichen Ergebnis. Diese Ausreißer bei der Kommunalwahl 2025 in NRW zeigen, wie sehr sich politische Stimmungen im Land unterscheiden.
Die CDU bleibt trotz leichter Verluste stärkste Kraft in NRW. Landesweit kommt sie auf 33,3 Prozent (–1 Punkt). Das Münsterland bestätigt sich dabei einmal mehr als Herzland der Union. In den Kreisen Borken (47,6 %), Coesfeld (47,1 %) und Warendorf (41,2 %) erzielte die CDU Spitzenwerte, die ihre tiefe Verwurzelung in der Region unterstreichen.
Doch der größte Ausreißer kam nicht aus dem Münsterland, sondern aus Südwestfalen: Im Kreis Olpe erreichte die CDU bei der Kreistagswahl 49,15 Prozent – fast die absolute Mehrheit und damit einer der höchsten CDU-Werte im ganzen Land. Zusammen mit dem Hochsauerlandkreis (46,6 %) zeigen diese Ergebnisse, dass die Partei in den ländlich-katholischen Regionen nahezu unangefochten bleibt.
Im Kontrast dazu stehen die Ergebnisse in den Großstädten. In Münster lag die CDU mit 31,3 Prozent knapp hinter den Grünen, in Köln kam sie nur auf rund 23 Prozent. Damit wird deutlich: Während die CDU in den Metropolen unter Druck steht, bleibt sie in Regionen wie dem Münsterland stark.
Die SPD musste bei der Kommunalwahl 2025 in NRW ihr historisch schlechtestes Ergebnis hinnehmen. Landesweit kam sie nur auf 22,1 Prozent (–2,2 Punkte) – so wenig wie noch nie seit 1946. In vielen ehemals sicheren Hochburgen, besonders im Ruhrgebiet, verlor die Partei weiter an Boden. Essen, Duisburg oder Gelsenkirchen, jahrzehntelang Kernland der Sozialdemokraten, zeigen inzwischen ein zersplittertes Parteiensystem, in dem die SPD nicht mehr automatisch dominiert.
Umso auffälliger sticht der Blick nach Hamm hervor. Hier gelang der SPD ein Ergebnis, das im Land seinesgleichen sucht: 46,2 Prozent im Rat und 63,6 Prozent für Oberbürgermeister Marc Herter. Hamm wurde damit zum stärksten Leuchtturm der SPD in ganz NRW. Herters Amtsbonus, seine lokale Popularität und ein klarer Wahlkampf zahlten sich aus und führten zu einem Resultat, das im Kontrast zum schwachen Landesergebnis steht.
Die AfD erzielte bei der Kommunalwahl 2025 in NRW in vielen Regionen zweistellige Ergebnisse. Besonders stark war sie in Gelsenkirchen mit 29,9 Prozent. Auch in ländlichen Kreisen wie dem Hochsauerland, Olpe oder Warendorf kam die AfD auf Werte zwischen zehn und zwölf Prozent.
Ganz anders in Münster: Dort blieb die AfD mit 4,5 Prozent deutlich unter fünf Prozent und war so schwach wie in keiner anderen Großstadt. Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl 2025 war Köln bundesweit die Stadt mit dem niedrigsten AfD-Ergebnis. Diesmal hat sich das geändert – Köln liegt zwar noch unter dem Landesschnitt, doch Münster ist nun das bundesweit auffälligste Negativbeispiel für die AfD.
Für die Grünen verlief die Kommunalwahl 2025 in NRW zwiespältig. Landesweit musste die Partei teils deutliche Verluste hinnehmen, doch es gab auch starke Ausreißer nach oben. In Münster erreichten die Grünen 31,6 Prozent und lagen damit knapp vor der CDU. Münster ist damit eine grüne Hochburg geblieben, auch wenn die Partei landesweit unter Druck steht.
In Köln wurde die Partei mit rund 25 Prozent stärkste Kraft im Rat. Gerade in den Innenstadtbezirken ist das Wählerpotenzial groß, während sie in ländlichen Regionen wie dem Sauerland oder Münsterland stark verlieren. Im Hochsauerlandkreis und im Kreis Olpe kamen die Grünen nur auf sieben bis acht Prozent. Die Unterschiede zwischen Stadt und Land könnten kaum größer sein.
Die Linke konnte bei der Kommunalwahl 2025 in NRW nicht flächendeckend zulegen, aber in bestimmten Städten sehr wohl. In Köln erreichte sie 10,8 Prozent und damit einen der besten Werte in NRW. Auch in Münster war sie erfolgreich mit 8,4 Prozent, deutlich mehr als 2020. In vielen Kreisen, etwa im Münsterland oder in Südwestfalen, blieb die Linke dagegen unter fünf Prozent.
Die FDP war bei der Kommunalwahl 2025 in NRW die große Verliererin unter den etablierten Parteien. Landesweit kam sie in vielen Städten und Kreisen nur noch auf Werte zwischen zwei und vier Prozent. In Münster landete sie bei 2,9 Prozent, in Köln und Dortmund ebenfalls auf niedrigem Niveau.
Doch es gibt einen bemerkenswerten Ausreißer: In Hallenberg im Hochsauerlandkreis erzielte die FDP bei der Ratswahl 62,7 Prozent – ein Wert, der weit über den Landesdurchschnitt hinausragt und fast surreal wirkt. Dort konnte die Partei auch den Bürgermeister mit über 85 Prozent bestätigen.
Die pro-europäische Partei Volt konnte bei der Kommunalwahl 2025 in NRW ihre Präsenz in den Städten steigern. In Köln erzielte sie 5 Prozent, in Münster 4,0 Prozent. Außerhalb der großen Uni- und Verwaltungsstädte bleibt Volt jedoch kaum sichtbar.
Die niedrigste Wahlbeteiligung der Kommunalwahl 2025 in NRW wurde in Duisburg-Marxloh registriert. Dort gingen nur 17,68 Prozent der Wahlberechtigten an die Urne. Von 9.725 Wahlberechtigten gaben lediglich 1.719 ihre Stimme ab, davon waren 1.696 gültig. Dieses Ergebnis zeigt, wie groß die Kluft zwischen politischem Interesse in verschiedenen Stadtteilen sein kann. Während die Wahlbeteiligung in Städten wie Münster oder Hamm bei über 60 Prozent lag, blieb Marxloh weit darunter.
Die Ausreißer bei der Kommunalwahl 2025 in NRW machen deutlich, wie unterschiedlich die politischen Stimmungen im Land sind. Während die CDU in Südwestfalen und im Münsterland Spitzenwerte einfährt, bleiben die Grünen in Münster und Köln stark. Die SPD kann in Hamm glänzen, fällt aber andernorts zurück. Die AfD punktet in Gelsenkirchen und verliert in Münster. Linke und Volt bleiben auf urbane Zentren beschränkt, die FDP ist flächendeckend schwach, kann aber in Hallenberg überzeugen.
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