
Die Silvesternacht in Münster war überwiegend friedlich, doch ein Angriff auf Einsatzkräfte der Feuerwehr rückte einen einzelnen Vorfall besonders in den Fokus. Bei einem Einsatz im Stadtteil Angelmodde wurden Feuerwehrleute nach Angaben der Stadt Münster mit Silvesterraketen beschossen. Dabei entstand kein Sachschaden, verletzt wurde niemand. Gerade weil der Jahreswechsel ansonsten ohne größere Störungen verlief, erhält dieser Vorfall besondere Aufmerksamkeit.
Wie bereits in einem anderen Beitrag von uns berichtet, blieb auch der Einsatz von Polizei und Rettungskräften in Münster im Großen und Ganzen überschaubar, auch wenn es vereinzelt zu Vorfällen kam. In diesem Artikel wird dargestellt, wie der Jahreswechsel aus polizeilicher Sicht verlief.
Der auffälligste Zwischenfall der Nacht ereignete sich in Angelmodde. Dort wurden Einsatzkräfte der Feuerwehr während eines Löscheinsatzes mit Feuerwerksraketen beschossen. Nach Angaben der Stadt konnten die Feuerwehrleute den Einsatz unverletzt beenden. Weitere Folgen hatte der Vorfall nicht. Die Stadt dankt den Einsatzkräften für ihren Einsatz in der Silvesternacht.
Abseits dieses Vorfalls blieb die Lage in der Innenstadt ruhig. Das Sicherheitskonzept mit einer starken Präsenz von Kommunalem Ordnungsdienst und Feuerwehr habe sich bewährt, teilt die Stadt mit. In den eingerichteten Feuerwerksverbotszonen auf dem Domplatz und dem Prinzipalmarkt kam es zu keinen größeren Störungen. Rund um Mitternacht hielten sich etwa 200 Menschen auf dem Domplatz auf. Auch in den angrenzenden Bereichen wurde vergleichsweise wenig Pyrotechnik abgebrannt.
Wenn dennoch Personen Feuerwerkskörper mit sich führten, wies der Kommunale Ordnungsdienst auf das bestehende Verbot hin. Nach Darstellung der Stadt zeigten sich die Betroffenen überwiegend einsichtig. Damit blieb die Situation in den sensiblen Bereichen der Innenstadt kontrollierbar und ruhig.
Neben dem Angriff auf die Feuerwehr verzeichneten die Einsatzkräfte in Münster zahlreiche Einsätze, die für einen Jahreswechsel typisch sind. Die Feuerwehr wurde in der Silvesternacht zu 18 Brandschutzeinsätzen sowie 63 Einsätzen des Rettungsdienstes alarmiert. Der Rettungsdienst registrierte dabei vor allem die üblichen silvesterbedingten Einsätze. Besonders schwere Verletzungen gab es nach Angaben der Stadt nicht.
Kurz nach Mitternacht gingen mehrere Meldungen nahezu zeitgleich bei der Leitstelle ein. In Coerde wurde ein Balkonbrand gemeldet, bei dem ein Müllsack in Brand geraten war. Eine weitere Meldung entstand durch die Rauchentwicklung dieses Einsatzes. Zwei gemeldete Wohnungsbrände an der Wolbecker Straße stellten sich später als Rauch aus einer Nebelmaschine heraus, sodass dort keine Maßnahmen erforderlich waren.
Bei den übrigen Einsätzen mussten überwiegend Mülltonnen, Müllhaufen oder Strauchwerk gelöscht werden. Einen besonderen Einsatzschwerpunkt gab es nicht. Insgesamt zieht die Stadt eine überwiegend positive Bilanz der Silvesternacht. Der Angriff auf die Feuerwehr bleibt jedoch ein markanter Vorfall, der den ansonsten ruhigen Verlauf des Jahreswechsels in Münster überschattete.