
Münster-Coerde. Illegale Müllablagerungen, steigende Entsorgungskosten und zunehmende Beschwerden aus der Bürgerschaft sorgen im Stadtteil Coerde seit Längerem für Unmut. Die CDU-Ratsfrau Jolanta Vogelberg fordert nun sichtbare Fortschritte und hat sich erneut an den zuständigen städtischen Beigeordneten gewandt. Aus Sicht der Kommunalpolitik sei der Handlungsdruck inzwischen erheblich.
Nach Darstellung der CDU ist die Vermüllung in Teilen von Coerde längst keine Randerscheinung mehr. Wilde Abfallablagerungen belasteten nicht nur das Wohnumfeld, sondern auch das Sicherheitsgefühl und das Image des Stadtteils. Vogelberg verweist darauf, dass viele Anwohnerinnen und Anwohner die Geduld verlieren und seit Monaten auf spürbare Verbesserungen warten.
Stadtweit ist das Problem bekannt: Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster registrierten im Jahr 2024 nach eigenen Angaben rund 3.200 Fälle illegaler Müllentsorgung. Das entspricht im Durchschnitt fast zehn Vorfällen pro Tag, wobei von einer Dunkelziffer ausgegangen wird.
Bereits im Dezember 2024 hatte die CDU einen Antrag eingebracht, der in der Bezirksvertretung Münster-Nord beraten wurde. Ziel war es, gemeinsam mit Eigentümern großer Wohnimmobilien in Coerde konkrete wohnungspolitische Maßnahmen zu entwickeln. Vorgesehen sind unter anderem eine sichtbare Aufwertung von Wohnanlagen sowie von Grün- und Außenflächen.
Ein zentraler Baustein des Konzepts ist nach CDU-Angaben der Einsatz sogenannter „Mülldetektive“ sowie von Quartierhausmeistern. Diese sollen gemeinsam mit der Abfallwirtschaft und dem Kommunalen Ordnungsdienst dazu beitragen, illegale Ablagerungen schneller zu erkennen, zu verhindern und zu ahnden. Ergänzend wird eine engere Zusammenarbeit zwischen Eigentümern, Hausverwaltungen und dem Amt für Wohnungswesen angestrebt.
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Von dem für Wohnungsversorgung, Immobilien und Nachhaltigkeit zuständigen Beigeordneten Arno Minas erwartet Vogelberg nun konkrete Antworten. Sie will wissen, wann die beschlossenen Initiativen umgesetzt werden, welche Zwischenergebnisse es gibt und wann eine entsprechende Vorlage der Fachverwaltung vorgelegt wird.
Minas leitet seit Oktober 2023 das zuständige Dezernat, zu dem unter anderem das Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung sowie die Abfallwirtschaftsbetriebe gehören. Aus Sicht der CDU sei das Thema dort seit längerer Zeit bekannt.
Illegale Müllablagerungen können in Münster über den städtischen Mängelmelder oder direkt beim Kundencenter der Abfallwirtschaft gemeldet werden. Politische Anträge und Beschlüsse, etwa aus der Bezirksvertretung Nord, sind im Ratsinformationssystem der Stadt einsehbar.
Ob die geforderten Maßnahmen wie Mülldetektive und ein erweitertes Quartiersmanagement zeitnah umgesetzt werden, bleibt nun abzuwarten. Die politische Debatte um wirksame Mittel gegen Vermüllung in Coerde dürfte damit weiter an Bedeutung gewinnen.
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