
Porta Westfalica. Am Dienstagvormittag ist es in Porta Westfalica-Eisbergen zu einem folgenschweren Unfall an einem Bahnübergang gekommen. Der Zusammenstoß löste einen größeren Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei aus. Während der Autofahrer leicht verletzt wurde, blieben die Insassen des Zuges unverletzt. Später stellte sich heraus, dass der Mann nach dem Unfall geflüchtet war.
Der Unfall passierte am Bahnübergang Eisberger Straße/Weserstraße im Ortsteil Eisbergen, der zur Stadt Porta Westfalica im Kreis Minden-Lübbecke gehört. Gegen 9.20 Uhr kollidierte dort ein schwarzer Seat mit einem Regionalzug der Linie RB77, der in Richtung Hildesheim unterwegs war. Der Übergang war zu diesem Zeitpunkt nach bisherigen Erkenntnissen ordnungsgemäß beschrankt.
Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Wagen mehrere Meter weggeschleudert und kam im Bereich eines Zauns neben den Gleisen zum Liegen. Besonders die Fahrerseite war stark beschädigt, ab der Mittel- beziehungsweise B-Säule nahezu zerstört. Mehrere Airbags hatten ausgelöst.
Wegen des gemeldeten Stichworts „Bahnunfall“ rückten zahlreiche Einsatzkräfte an. Neben mehreren Einheiten von Feuerwehr und Rettungsdienst wurden auch zwei Notärzte alarmiert. Vor Ort zeigte sich jedoch schnell, dass keine aufwendige technische Rettung erforderlich war.
Im Zug befanden sich sechs Fahrgäste sowie zwei Mitarbeitende des Zugpersonals. Sie blieben nach bisherigen Angaben unverletzt. Der Regionalzug kam kurz vor der Brücke an der Hildburgstraße zum Stillstand. Ein Notfallmanager der Bahn übernahm die Koordination vor Ort und organisierte den Weitertransport der Fahrgäste, die ihre Fahrt anschließend per Taxi fortsetzen konnten.
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Nach Angaben der Polizei hatte sich der Autofahrer zunächst selbst aus dem schwer beschädigten Fahrzeug befreit. Anschließend verließ er die Unfallstelle zu Fuß. Wenig später konnte der Mann jedoch von Einsatzkräften aufgespürt und festgenommen werden. Dabei leistete er Widerstand, ein Polizeibeamter wurde leicht verletzt.
Bei dem Fahrer handelt es sich um einen 45-jährigen Mann aus Bremerhaven. Die Polizei geht von einem möglichen Konsum von Betäubungsmitteln aus. Zur weiteren Abklärung wurde ihm im Johannes Wesling Klinikum eine Blutprobe entnommen.
Gegen den Mann werden mehrere strafrechtliche Vorwürfe erhoben. Dazu zählen unter anderem ein gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr, Unfallflucht sowie der Verdacht des Fahrens unter Drogeneinfluss. Zusätzlich besteht der Verdacht, dass der Fahrer ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs war.
Der Tatbestand des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ist im Strafgesetzbuch (§ 315 StGB) geregelt und zählt zu den schweren Verkehrsdelikten. In anderen lokalen Berichten wird zudem geschildert, dass der Fahrer die geschlossenen Schranken des Bahnübergangs durchbrochen haben soll.
Die betroffene Regionalbahn RB77 gehört zum Netz „start Niedersachsen Mitte“ und wird von der Regionalverkehre Start Deutschland GmbH betrieben. Die Linie verbindet unter anderem Herford und Löhne mit Hameln und Hildesheim und ist eine wichtige Regionalverbindung zwischen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.
Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an.
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