
Münster. Die Museen der Universität Münster und der Botanische Garten sind auch 2025 auf Interesse gestoßen. Zusammengenommen zählten die drei Museen und die Gartenanlage rund 346.000 Besuche. Die Verteilung zeigt jedoch deutliche Unterschiede: Während der Botanische Garten den Großteil der Gäste anzog, bewegten sich die Besucherzahlen einzelner Museen auf vergleichsweise niedrigem Niveau.
Das Archäologisches Museum Münster verzeichnete im vergangenen Jahr rund 17.900 Besucherinnen und Besucher und damit mehr als in den Vorjahren. Ausschlaggebend waren mehrere Sonderausstellungen, darunter die Gemeinschaftsschau „Körper.Kult.Religion“ sowie die Münzausstellung „Sizilien – Insel der Arethusa“, die noch bis Ende Februar 2026 läuft. Trotz des Zuwachses bleibt das Museum eine Einrichtung mit begrenzter Reichweite, die vor allem ein fachlich interessiertes Publikum anspricht.
Deutlich höher lagen die Zahlen im Geomuseum Münster. Nach der Wiedereröffnung im Jahr 2023 kamen 2025 rund 43.200 Menschen in das Haus. Die Dauerausstellung spannt einen weiten zeitlichen Bogen von der Entstehung des Universums bis zur regionalen Erdgeschichte. Als zentraler Anziehungspunkt gilt weiterhin das rund 43.000 Jahre alte Mammut, das 1910 in Ahlen entdeckt wurde und seit Jahrzehnten als bekanntestes Exponat gilt.
Das Bibelmuseum Münster zählte 2025 knapp 4.900 Besuche. Damit bewegt sich das Museum weiterhin in einem klaren Nischenbereich. Die inhaltliche Ausrichtung auf Handschriften, Textüberlieferung und Urtextforschung spricht vor allem ein spezialisiertes Publikum an. Wechselnde Ausstellungen ergänzen das Angebot, verändern die grundsätzliche Reichweite jedoch nur begrenzt.
Mit rund 280.000 Gästen entfiel der mit Abstand größte Teil der Besuche auf den Botanischer Garten Münster. Die frei zugängliche Anlage im Schlosspark ist nicht nur wissenschaftliche Einrichtung, sondern auch Erholungsraum für die Stadtgesellschaft. Der 1803 gegründete, etwa fünf Hektar große Garten profitiert von seiner zentralen Lage und seiner Nutzung unabhängig von Ausstellungsformaten oder Eintrittszeiten.
Insgesamt zeigen die Zahlen, dass vor allem niedrigschwellige Angebote wie der Botanische Garten eine breite Öffentlichkeit erreichen. Die Museen der Universität Münster hingegen bleiben überwiegend Orte für gezielt interessierte Besuchergruppen. Der Erfolg der Einrichtungen hängt damit weniger von einzelnen Ausstellungen als von Zugänglichkeit, Lage und Alltagsnutzung ab.
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