
Münster. Ein Dokumentarfilm mit starkem Münster-Bezug ist Anfang Februar im europäischen Kultursender ARTE zu sehen. Gezeigt wird eine 30-minütige Produktion über verlassene Bergdörfer im Norden Albaniens, die zuvor im Schloßtheater Münster präsentiert wurde. Der Film beleuchtet die Lebensrealität der Menschen, die trotz Abwanderung in abgelegenen Regionen geblieben sind, und rückt zugleich eine kirchliche Hilfsarbeit in den Mittelpunkt. Die Ausstrahlung erfolgt am Dienstag, 3. Februar 2026, um 19.40 Uhr in der Reihe ARTE Re, parallel ist der Beitrag online abrufbar.
Im Zentrum des Films steht die Arbeit deutscher Kapuziner in einer nordalbanischen Bergregion. Der Protagonist Jeremias Borgards besucht regelmäßig alte und kranke Menschen, die oft isoliert leben und nur schwer erreichbar sind. Die Wege sind lang, die Versorgung ist mühsam, dennoch bleibt die Hilfe verlässlich. Begleitet wird er von dem 18-jährigen Angelos Delija, der sich bewusst gegen die Abwanderung entscheidet und in seiner Heimat bleiben will. Damit greift der Film ein zentrales Thema auf, denn viele Dörfer verlieren seit Jahren vor allem junge Menschen, wie ARTE zum Hintergrund der Produktion erläutert. In den vergangenen zwei Jahrzehnten habe sich die Bevölkerung in der Region deutlich verringert, was die Versorgung der Zurückgebliebenen zusätzlich erschwere. Der Dokumentarfilm ordnet diese Entwicklung ein und zeigt, wie konkrete Hilfe im Alltag aussehen kann, ohne sie zu idealisieren.
Entstanden ist der Film unter der Regie und Autorenschaft von Michael Nieberg, der die Produktion gemeinsam mit 6w-Film verantwortet. Nach Angaben aus den Kinoankündigungen wurde der Dokumentarfilm am 29. Januar 2026 im Schloßtheater Münster erstmals öffentlich gezeigt, der Eintritt war frei, die Plätze jedoch begrenzt. Die Preview wurde von einem Podium begleitet und machte den lokalen Bezug deutlich, da die Idee zum Film in Münster entstand. ARTE führt die Produktion als deutsches Werk aus dem Jahr 2024 mit redaktioneller Herkunft vom ZDF. Die Fernsehausstrahlung am 3. Februar sowie die parallele Online-Verfügbarkeit auf arte.tv sollen dem Film eine breite Öffentlichkeit verschaffen. Damit erhält auch ein Münsteraner Projekt Aufmerksamkeit auf europäischer Ebene, was die Bedeutung lokaler Filmproduktionen für internationale Themen unterstreicht.
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