
Münster. Pendlerinnen und Pendler in Münster müssen sich am Montag, 2. Februar 2026, auf erhebliche Einschränkungen im Stadtbusverkehr einstellen. Ein ganztägiger Busstreik der Gewerkschaft ver.di legt große Teile des Busbetriebs der Stadtwerke Münster lahm. Zahlreiche Fahrten fallen aus, auf vielen Linien ist nur ein stark reduzierter Betrieb möglich.
Nach Angaben der Stadtwerke beginnt der Streik ab dem frühen Montagmorgen und dauert bis zur Ankunft der letzten Nachtbusse in der Nacht auf Dienstag an. Erst ab Dienstag, 3. Februar, gegen 4 Uhr, soll der Stadtbusverkehr wieder regulär anlaufen. Bis dahin müssen Fahrgäste mit Ausfällen, Verspätungen und überfüllten Fahrzeugen rechnen.
Die Auswirkungen des Streiks unterscheiden sich deutlich je nach Linie:
Vollständige Ausfälle:
8, 18, 33
Sehr starke Einschränkungen / nahezu kein Betrieb:
6, 14, 16, N85 sowie die E-Linien (Schulverkehr)
Mittlere Einschränkungen:
2, 4, 5, 9, 10, 11, 12, 13, 17, N81, N82, N83
Geringe Einschränkungen:
1, 7, 15, 19
Voraussichtlich ohne Einschränkungen:
20, 22, 34, 68, N80, N84
Die Stadtwerke weisen darauf hin, dass private Partnerunternehmen nicht vom Streik betroffen sein könnten. Deshalb ist es möglich, dass auf einzelnen Linien trotz Warnstreiks Busse unterwegs sind. Eine Garantie dafür gibt es jedoch nicht.
Besonders angespannt ist die Lage im Schulverkehr. Die E-Linien gelten als stark betroffen. Einzelne Fahrten, die stattfinden sollen, sind am Ende der veröffentlichten Fahrtenliste aufgeführt. Das NRW-Schulministerium betont, dass die Schulpflicht auch bei Warnstreiks grundsätzlich gilt. Ist der Schulweg wegen des Streiks nicht zumutbar, können jedoch im Einzelfall Ausnahmen greifen.
Ein wichtiger Hinweis für Fahrgäste: Bis zum Streiktag zeigen Apps und Online-Auskunftssysteme weiterhin den regulären Fahrplan an, auch bei Fahrten, die später ausfallen. Erst im Laufe des Montagmorgens können die Daten nach Pflege durch die Leitstelle angepasst werden.
Empfohlen wird daher, kurz vor Fahrtantritt die aktuelle Lage über die Fahrplanauskunft sowie die münster:app oder münster:mobil zu prüfen.
Für viele Fahrgäste besonders relevant: Die MobilitätsGarantie greift bei Streiks nicht. Darauf weist auch die Verbraucherzentrale NRW hin. In der Regel besteht bei Warnstreiks kein Anspruch auf Beförderung und häufig auch kein Anspruch auf Erstattung. Ob Ausnahmen gelten, hängt vom jeweiligen Ticket und Anbieter ab.
Der Streik in Münster ist Teil eines bundes- und landesweiten Warnstreiks im kommunalen Nahverkehr. Hintergrund ist eine laufende Tarifrunde, in der es vor allem um Arbeitsbedingungen, etwa Schicht- und Ruhezeiten sowie Zuschläge, geht. In Nordrhein-Westfalen sind zahlreiche Städte betroffen.
Für die Region gibt es jedoch auch Entwarnung: Die Regionalverkehr Münsterland GmbH teilt mit, dass ihre Beschäftigten nicht am Streik teilnehmen. Regionalbusse dieses Unternehmens sollen daher planmäßig verkehren. Auch Regionalzüge sowie Schnell- und Regionalbusse gelten derzeit als nicht streikbetroffen.
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