Koloniale Spuren in Münster: Neues Programm im Stadtmuseum

Workshops, Führungen und neue Einblicke im Stadtmuseum Münster: Kolonialismus, Stadtgeschichte und aktuelle Hinweise zur Barrierefreiheit.
Blick in den Ausstellungsraum des Stadtmuseums Münster, wo die Gemälde von Naseer Alshabani und Serge Palasie im Original zu sehen sind. ©Stadtmuseum Münster

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Münster. Im Stadtmuseum Münster stehen Anfang Februar mehrere Veranstaltungen im Zeichen der Auseinandersetzung mit dem deutschen Kolonialismus. Am Freitag, 6. Februar, lädt das Museum um 16 Uhr zu einem öffentlichen Workshop ein, der sich mit den bis heute wirkenden Folgen kolonialer Herrschaft beschäftigt. Grundlage sind vier Gemälde, die eigens für die Ausstellung „Themenraum Kolonialismus“ entstanden sind und gemeinsam analysiert sowie historisch eingeordnet werden. Der Workshop ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Einen Tag später, am Samstag, 7. Februar, folgt um 16 Uhr eine öffentliche Führung durch den „Themenraum Kolonialismus“. Dabei geht es um die Rolle Münsters im deutschen Kolonialsystem zwischen 1884 und 1918 und um die Frage, wie wirtschaftliche Profite, gesellschaftliche Denkmuster und rassistische Zuschreibungen bis in die Gegenwart nachwirken. Die Führung ist kostenpflichtig, die Teilnehmerzahl begrenzt.

Gemeinsames Projekt von Stadt und Wissenschaft

Der „Themenraum Kolonialismus“ ist das Ergebnis einer breit angelegten Kooperation. Insgesamt 15 Kultur- und Bildungseinrichtungen aus Münster waren an der Konzeption beteiligt, koordiniert durch das Stadtmuseum, das Historische Seminar sowie das Institut für Didaktik der Geschichte der Universität Münster. Ziel ist es, koloniale Verflechtungen lokal sichtbar zu machen und zur kritischen Auseinandersetzung anzuregen.

Historischer Blick auf Lindenfällungen an der Promenade

Neben dem kolonialgeschichtlichen Schwerpunkt zeigt das Stadtmuseum ab Freitag, 6. Februar, auch ein neues Exponat im „Schaufenster Stadtgeschichte“ an der Salzstraße. Im Mittelpunkt steht eine historische Fotografie aus dem Jahr 1964, die die Fällung von Linden an der Promenade im Bereich des Kanonengrabens dokumentiert. Damals mussten rund 20 Bäume entfernt werden, da sie durch Fäulnis und beschädigte Wurzeln als nicht mehr standsicher galten. Die Maßnahmen wurden seinerzeit öffentlich kontrovers diskutiert und medial begleitet.

Einschränkungen beim barrierefreien Zugang

Parallel weist das Stadtmuseum auf aktuelle Einschränkungen bei der Barrierefreiheit hin. Seit dem 2. Februar ist das zweite Obergeschoss inklusive Fürstenbergsaal nicht barrierefrei erreichbar. Grund sind Reparaturarbeiten am Schwerlastenaufzug, die voraussichtlich rund vier Wochen dauern. Das erste Obergeschoss sowie das Untergeschoss bleiben über einen Personenaufzug weiterhin barrierefrei zugänglich.

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