
Münster. Der Wohnungsmarkt in Münster zieht spürbar an – und das schneller, als viele erwartet haben. Innerhalb nur eines Jahres sind die Preise für Eigentumswohnungen deutlich gestiegen und liegen klar über dem bundesweiten Durchschnitt. Die neuen Zahlen zeigen: Wer in Münster kaufen will, sieht sich erneut mit steigenden Quadratmeterpreisen konfrontiert. Die Phase fallender Preise scheint vorbei – zumindest in dieser Stadt.
Nach der Analyse von immowelt stiegen die durchschnittlichen Angebotspreise für Eigentumswohnungen in Münster von 4.117 Euro auf 4.438 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht einem Zuwachs von 7,8 Prozent binnen eines Jahres. Damit liegt Münster klar über dem Mittelwert der untersuchten Großstädte, der bei rund vier Prozent liegt.
Verglichen wurden die Inseratspreise zum 1. Februar 2025 und zum 1. Februar 2026. Grundlage ist ein standardisiertes Modell für Bestandswohnungen, etwa mit drei Zimmern und rund 75 Quadratmetern Wohnfläche.
Nicht nur Münster verzeichnet steigende Preise. In 71 von 80 untersuchten Großstädten legten die Angebotspreise für Eigentumswohnungen zu. Die stärksten Anstiege meldet immowelt für Göttingen mit plus 11,9 Prozent, gefolgt von Bergisch Gladbach und Mannheim. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Rückgänge in einzelnen Städten deutlich moderater ausfallen als noch in den Vorjahren.
Zu den wenigen Städten mit leicht sinkenden Preisen zählen Berlin mit minus 1,0 Prozent, Stuttgart mit minus 0,8 Prozent und Bielefeld mit minus 0,4 Prozent. Der stärkste Rückgang in der Erhebung entfiel auf Salzgitter mit minus 2,6 Prozent.
Auch im Vergleich mit anderen Städten in Nordrhein-Westfalen fällt Münster auf. Während Düsseldorf auf ein Plus von sechs Prozent kommt und Köln um 3,8 Prozent zulegt, liegt Münster mit 7,8 Prozent deutlich darüber. In Städten wie Dortmund oder Bochum fällt der Anstieg spürbar geringer aus, Bielefeld verzeichnet sogar einen leichten Rückgang.
Damit gehört Münster aktuell zu den dynamischeren Wohnungsmärkten in NRW – zumindest auf Basis der Angebotspreise.
immowelt führt die Entwicklung vor allem auf strukturelle Faktoren zurück. Der Neubau bleibe vielerorts hinter dem Bedarf zurück, während sich gleichzeitig die Mietmärkte weiter anspannen. Steigende Mieten könnten den Kauf von Wohneigentum wieder attraktiver machen, auch wenn das Zinsniveau weiterhin hoch sei.
Zugleich betont das Portal, dass Angebotspreise nicht mit tatsächlich gezahlten Kaufpreisen gleichzusetzen sind. Käuferinnen und Käufer könnten in vielen Fällen weiterhin Nachlässe aushandeln.
Für Münster zeigt sich dieser Unterschied besonders deutlich. Während immowelt Angebotspreise von durchschnittlich rund 4.400 Euro pro Quadratmeter ausweist, liegt der Wert aus notariell beurkundeten Kaufverträgen niedriger. Der Grundstücksmarktbericht 2025 nennt für Eigentumswohnungen in Münster im Schnitt rund 3.800 Euro pro Quadratmeter.
Diese Zahlen stammen aus Abschlussdaten auf Basis von rund 2.500 ausgewerteten Kaufverträgen mit einem Transaktionsvolumen von etwa 1,2 Milliarden Euro. Die offiziellen Daten sind über das Portal BORIS.NRW abrufbar. Sie zeigen: Gebrauchte Eigentumswohnungen haben zuletzt leicht zugelegt, während Neubauten eher stagnieren.
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