Leere Klassenzimmer möglich: Lehrkräfte streiken an Schulen im Münsterland

Warnstreik Schulen Münsterland
Foto: Ali Ahmad DANESH

Teilen:

Münsterland. Am Donnerstag, 5. Februar 2026, kommt es im Regierungsbezirk Münster zu Warnstreiks an Schulen. Betroffen sind tarifbeschäftigte Lehrkräfte und weitere angestellte Beschäftigte im Schulbetrieb. Eltern und Schülerinnen sowie Schüler müssen sich je nach Schule auf Einschränkungen einstellen.

GEW ruft tarifbeschäftigte Lehrkräfte zum Streik auf

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat für den heutigen Donnerstag zu einem ganztägigen Warnstreik an Schulen im gesamten Regierungsbezirk Münster aufgerufen. Streikberechtigt sind ausschließlich nicht verbeamtete Beschäftigte, also tarifangestellte Lehrkräfte, pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie weitere angestellte Kräfte im Schulumfeld.

Nach Angaben der Bezirksregierung arbeiten im Regierungsbezirk Münster insgesamt 18.577 Lehrkräfte, darunter 3.649 Tarifbeschäftigte. Wie viele von ihnen dem Streikaufruf tatsächlich folgen, ist im Vorfeld nicht absehbar.

Welche Auswirkungen hat der Warnstreik auf den Schulbetrieb?

Für Eltern und Schülerinnen sowie Schüler bedeutet der Streik vor allem eines: Unsicherheit. Ob und in welchem Umfang Unterricht ausfällt oder Betreuungsangebote eingeschränkt sind, hängt von der Personalsituation an der jeweiligen Schule ab. Die Schulen sind angehalten, Vertretungen oder alternative Betreuungsformen eigenständig zu organisieren. In Einzelfällen kann es zu verkürztem Unterricht oder Betreuungsausfällen kommen.

Hintergrund ist die Tarifrunde der Länder

Der Warnstreik steht im Zusammenhang mit der laufenden Tarifrunde der Länder (TV-L). Die Gewerkschaften fordern eine Entgelterhöhung von sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr pro Monat. Ziel ist es nach Gewerkschaftsangaben insbesondere, niedrigere Entgeltgruppen spürbar zu entlasten.

Aus Sicht der Gewerkschaften gab es in den bisherigen Verhandlungsrunden kein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeberseite. Mit Warnstreiks soll nun der Druck vor der nächsten Gesprächsrunde erhöht werden, die für den 11. und 12. Februar 2026 angesetzt ist.

Keine ver.di-Schwerpunkte im Münsterland

Parallel zu den Schulstreiks im Regierungsbezirk Münster setzt die Gewerkschaft ver.di an diesem Donnerstag andere Schwerpunkte. Im Münsterland sind keine größeren ver.di-Aktionen geplant. Stattdessen ruft ver.di Beschäftigte der Awo in Ostwestfalen-Lippe zu Warnstreiks auf. Betroffen sind dort unter anderem Kitas, Pflegeeinrichtungen, Beratungsstellen, Verwaltungen und offene Ganztagsschulen. Eine zentrale Demonstration ist in Herford vorgesehen.

Das lesen andere gerade

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu