
Münster. Am Freitagvormittag, 12. September 2025, ist bei Bauarbeiten am LVM-Preußenstadion in Münster ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Der Kampfmittelräumdienst bestätigte den Fund: Es handelte sich um eine amerikanische 250-Kilogramm-Bombe mit Zünder. Der Blindgänger am LVM-Preußenstadion musste noch am selben Tag entschärft werden.
Die Evakuierung des 300-Meter-Radius rund um den Fundort begann am Freitag um 14 Uhr. Betroffen waren Anwohnerinnen und Anwohner rund um die Ostkurve des Stadions. Für Menschen, die nicht selbst unterkommen konnten, richtete die Stadt Münster eine Notbetreuungsstelle in der Stadthalle Hiltrup ein. Ein Shuttlebus brachte Betroffene dorthin, Startpunkt war die Haltestelle Drachterstraße in Berg Fidel.
Für die Zeit der Entschärfung waren umfassende Absperrungen notwendig. Die Hammer Straße wurde zwischen Düesbergweg und Trauttmansdorffstraße in beide Richtungen gesperrt, der Verkehr weiträumig umgeleitet. Auch die Bahnlinien Münster–Essen, Münster–Dortmund und Münster–Coesfeld mussten zeitweise stillstehen. Fahrgäste mussten sich auf Verspätungen und Alternativrouten einstellen.
Auch der Sportbetrieb war betroffen: Eine Pressekonferenz des SC Preußen Münster zum kommenden Spiel gegen Fortuna Düsseldorf musste abgebrochen werden, nachdem der Fund bekannt wurde. Spieler, Verantwortliche und Pressevertreter verließen sofort das Stadiongelände.
Um 17.15 Uhr gab die Feuerwehr schließlich Entwarnung: Patricia Heine und Peter Asmussen vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg entschärften die 250-Kilogramm-Bombe erfolgreich. Die Evakuierung wurde beendet, alle Straßensperrungen im Umfeld aufgehoben und auch die gesperrten Bahnstrecken wieder freigegeben.
Insgesamt waren rund 150 Kräfte von Feuerwehr und Hilfsorganisationen im Einsatz. Etwa 800 Menschen mussten vorübergehend ihre Wohnungen verlassen, fünf von ihnen nutzten das Betreuungsangebot in der Stadthalle Hiltrup.
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