Das Betreten von Privatgrundstücken durch Amprion-Mitarbeiter für Stromtrassenplanung ist seit dem 15.01.2025 offiziell erlaubt. Eine Allgemeinverfügung der Bezirksregierung Münster regelt den Zutritt, der über 13 Monate hinweg gilt. Grundstückseigentümer in Ladbergen und Lengerich sind besonders betroffen und müssen das Betreten dulden.
Die geplante Stromtrasse soll Windstrom aus dem Norden ins Ruhrgebiet leiten. Dieses Projekt ist Teil der Bemühungen, die Netzstabilität im Münsterland zu verbessern. Für die Genehmigung sind umfangreiche Kartierungen erforderlich, etwa zur Dokumentation bedrohter Brutvögel und Pflanzen. Diese Arbeiten finden direkt auf den betroffenen Grundstücken statt.
Das Betreten von Privatgrundstücken durch Amprion-Mitarbeiter löst bei vielen Betroffenen Wut und Frustration aus. Anwohner empfinden die Anordnung als massiven Eingriff in ihre Eigentumsrechte. Trotz der Möglichkeit, Widerspruch beim Bundesverwaltungsgericht einzulegen, schreckt der Aufwand viele ab. Besonders in Ladbergen und Lengerich formiert sich Widerstand gegen das Projekt.
Bürgerinitiativen kritisieren vor allem die geplanten oberirdischen Freileitungen mit großen Masten. Sie fordern, wie bei anderen Projekten, eine unterirdische Verlegung der Stromtrassen. Die damit verbundene geringere Belastung für Anwohner und die Umwelt steht im Mittelpunkt der Forderungen. Der Protest zeigt, wie stark die geplante Trasse die Region polarisiert.
Betroffene Grundstückseigentümer können rechtlich gegen die Anordnung vorgehen. Ein Eilantrag beim Bundesverwaltungsgericht ist möglich, wird jedoch als kompliziert und aufwendig beschrieben. Zudem ist der endgültige Verlauf der Trasse noch nicht entschieden. Über den Bau und die genaue Planung wird erst in einigen Jahren entschieden.
Das Betreten von Privatgrundstücken durch Amprion-Mitarbeiter für Stromtrassenplanung bleibt ein kontroverses Thema. Während die Bezirksregierung auf die Bedeutung des Projekts verweist, fühlen sich viele Anwohner in ihren Rechten eingeschränkt. Der Widerstand gegen die Stromtrasse zeigt, wie komplex der Ausbau der Energieinfrastruktur sein kann.