
Münster. Mit der kreisl Kiste soll der Domplatz in Münster ab dem Sommer 2026 für mehrere Monate zu einem offenen Experimentierraum für nachhaltiges Handeln werden. Geplant ist ein Pavillon, in dem Bürgerinnen und Bürger, Studierende, Unternehmen und Organisationen zusammenkommen können, um zirkuläre Wertschöpfung nicht nur zu diskutieren, sondern ganz praktisch zu erleben. Hinter dem Projekt steht die FH Münster, die das Vorhaben als Reallabor an der Schnittstelle von Wissenschaft, Wirtschaft und Stadtgesellschaft versteht.
Die kreisl Kiste soll nicht nur ein Bauprojekt sein, sondern vor allem ein Ort für Austausch und Beteiligung. Vorgesehen sind Workshops, Diskussionsrunden, Impulsvorträge und Ausstellungen. Dazu kommen alltagsnahe Formate wie Repaircafés, Kleidertausch, Schnippeldiskos, Familienangebote, Hochschullehre und Netzwerktreffen. Das Konzept ist bewusst offen angelegt. Interessierte können auch eigene Veranstaltungen einbringen und so das Programm mitgestalten. Ziel ist es, Themen wie Kreislaufwirtschaft und nachhaltigen Konsum aus der Theorie in den Alltag zu holen und mitten in der Stadt sichtbar zu machen.
Entstanden ist die kreisl Kiste an der Münster School of Architecture. Studierende haben den Pavillon in den vergangenen Semestern entworfen und weiterentwickelt. Der ausgewählte Entwurf stammt von Jakob Eisermann und Noah van Loon. Begleitet wurde das Projekt von Prof. Dr. Anja Rosen. Grundlage des Konzepts ist, dass mit gebrauchten und bereits verfügbaren Baumaterialien geplant wird. Damit folgt schon die Bauweise dem Gedanken der Circular Economy. Ein Teil des Projekts wurde bereits im Maßstab 1:1 auf dem Leonardo-Campus aufgebaut und diente dort als sichtbarer Zwischenschritt auf dem Weg zur Umsetzung in der Innenstadt.
Für das Vorhaben gibt es bereits grünes Licht. Nach Angaben der FH Münster wurde der Bauantrag für den Standort auf dem Domplatz genehmigt. Der Pavillon soll von Frühling bis Spätsommer 2026 dort stehen. Finanziell wurde das Projekt zusätzlich über Crowdfunding unterstützt. Die Kampagne war auf 10.000 Euro ausgelegt und wurde erfolgreich abgeschlossen. Das Ziel wurde mit mehr als 10.000 Euro sogar leicht übertroffen. Das Geld war insbesondere für Fassadenelemente vorgesehen, die aus Wertstoffen entwickelt wurden. Parallel zur baulichen Vorbereitung läuft auch die inhaltliche Planung weiter, unter anderem mit Workshops zur späteren Inneneinrichtung.
Inhaltlich gehört das Vorhaben zum größeren FH-Projekt kreisl, das als interdisziplinäres Lehr- und Lernprojekt zur Circular Economy angelegt ist. Die kreisl Kiste soll dabei als sichtbarer und zugänglicher Ort dienen, an dem nachhaltige Ideen, Materialien und Praktiken in Münster ausprobiert werden können.
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