1,5 Millionen Euro für neues SKADI-Projekt im Allwetterzoo Münster

1,5 Millionen Euro für neues SKADI-Projekt im Allwetterzoo Münster
Bildquelle: Bezirksregierung Münster

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Münster. Der Allwetterzoo Münster bekommt rund 1,5 Millionen Euro für ein neues Entwicklungsprojekt. Wie die Bezirksregierung Münster mitteilt, soll mit dem Vorhaben namens SKADI die Verbindung aus Bildung, Zooerlebnis und Artenschutz modernisiert und ausgebaut werden.

Der Förderbescheid wurde am Donnerstag, 9. April 2026, übergeben. Empfänger des Bescheids war der Zoo, vertreten durch Direktorin Dr. Simone Schehka. Überreicht wurde die Förderung von Regierungspräsident Andreas Bothe. Nach Angaben der Bezirksregierung soll das Projekt dazu beitragen, Informationen für Besucher zugänglicher zu machen und zugleich die Artenschutzarbeit des Zoos stärker sichtbar werden zu lassen.

Wofür die Förderung im Allwetterzoo Münster eingesetzt werden soll

Mit der Förderung will der Allwetterzoo Münster mehrere neue Elemente aufbauen, die den Zoobesuch inhaltlich und technisch erweitern sollen. Im Mittelpunkt steht das Projekt SKADI, das laut Bezirksregierung auf Artenvielfalt, Digitalisierung und Innovation ausgerichtet ist. Ziel ist es, Naturthemen verständlicher zu vermitteln, aber auch neue Zugänge für unterschiedliche Besuchergruppen zu schaffen.

Geplant ist unter anderem eine Entdeckerstation in Form eines Containerbaus in der Nähe der Orang-Utans. Dieser Bereich soll als Ausstellungs, Lern und Aufenthaltsort genutzt werden. Außerdem ist ein digitales Leitsystem vorgesehen, das Besucher auf dem eigenen Endgerät individuell durch den Zoo führen soll. Dabei geht es nicht nur um klassische zoologische Informationen, sondern vor allem auch um Inhalte zum Arten und Naturschutz.

Hinzu kommt ein sogenanntes Themen Fernglas. Dieses Angebot soll Natur und Artenschutzprojekte aus dem Münsterland, aber auch aus anderen Regionen sichtbar machen. Damit wird der Blick bewusst über den Zoo hinaus erweitert. Nach Darstellung der Bezirksregierung soll so deutlicher werden, wie eng lokale Bildungsarbeit und internationale Artenschutzthemen zusammenhängen. Die Zoo Münster Förderung ist damit nicht nur für bauliche Maßnahmen gedacht, sondern auch für neue Formen der Wissensvermittlung.

Welche Rolle SKADI für Bildung, Barrierefreiheit und das Münsterland spielen soll

Ein zentrales Element des Projekts ist ein KI gestütztes System, das Informationen personalisiert und barrierefrei bereitstellen soll. Nach Angaben der Bezirksregierung ist diese Technologie das Kernstück von SKADI. Sie soll Inhalte bündeln, Zusammenhänge sichtbar machen und den Zugang zu Informationen für verschiedene Zielgruppen erleichtern. Gerade deshalb geht das Vorhaben über ein klassisches Besucherangebot hinaus.

Der Allwetterzoo Münster verbindet mit dem Projekt mehrere Ziele zugleich. Einerseits soll das Zooerlebnis moderner und interaktiver werden. Andererseits soll die eigene Artenschutzarbeit klarer vermittelt werden. Laut Bezirksregierung will der Zoo außerdem sichtbarer machen, welche Projekte zum Schutz bedrohter Arten in der Region bereits laufen. Als Beispiel wird die Erhaltungszucht des Feuersalamanders genannt.

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Die Förderung stammt aus dem EFRE/JTF Programm 2021 bis 2027 in Nordrhein Westfalen. Dieses Programm soll die wirtschaftliche, ökologische und soziale Entwicklung nachhaltig stärken. Dabei spielen Klimaschutz, Ressourceneffizienz, Digitalisierung und Innovation eine wichtige Rolle. Für Münster ist das Projekt deshalb auch über den Zoo hinaus relevant, weil es Bildung, Tourismus und Naturschutz miteinander verknüpfen soll. Wenn die Umsetzung gelingt, könnte SKADI später auch für andere Kultur, Freizeit oder Destinationseinrichtungen interessant werden.

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