
Münster. 91 ehemalige Auszubildende von Unternehmen aus Münster haben ihre IHK-Abschlussprüfung mit der Note „sehr gut“ bestanden. Bei einer gemeinsamen Bestenehrung der IHK Nord Westfalen und der Kaufmannschaft zu Münster von 1835 wurden ihre Leistungen im IHK-Bildungszentrum gewürdigt. Insgesamt legten in diesem Jahr 1.642 junge Menschen aus Münsteraner Ausbildungsbetrieben eine IHK-Abschlussprüfung ab. Nur rund 5,5 Prozent erreichten mindestens 92 von 100 möglichen Punkten und damit die Bestnote.
Die ausgezeichneten Nachwuchskräfte feierten ihre Abschlüsse gemeinsam mit Familien, Freunden und Vertretern ihrer Ausbildungsbetriebe. Julian Sievers, stellvertretender Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses für Münster, hob hervor, dass solche Ergebnisse nicht allein durch Fachwissen entstehen. Ebenso wichtig seien persönlicher Einsatz, Durchhaltevermögen und die Bereitschaft, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.
„Genau diese jungen Fachkräfte brauchen wir in Münster“, erklärte Sievers. Gleichzeitig dankte er den Unternehmen, Berufskollegs und ehrenamtlichen Prüfern, die zum Erfolg der Absolventen beigetragen hätten. Eine erfolgreiche Berufsausbildung sei immer auch das Ergebnis guter Begleitung und Unterstützung.
Die Bestenliste verdeutlicht, wie unterschiedlich die Ausbildungswege der Geehrten sind. Vertreten sind kaufmännische Berufe ebenso wie technische, gastronomische und naturwissenschaftliche Ausbildungen. Zu den Ausbildungsbetrieben gehören unter anderem die Universität Münster, das Universitätsklinikum, Brillux, AGRAVIS, Thalia und verschiedene Hotels, Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen. Die Absolventen kommen aus Münster und zahlreichen umliegenden Städten und Gemeinden.
Ein Schwerpunkt der Veranstaltung war die Frage, welche Fähigkeiten junge Fachkräfte angesichts der zunehmenden Digitalisierung künftig benötigen. Jens Fiege, Vorsitzender der Kaufmannschaft zu Münster von 1835 und Co-CEO des Logistikunternehmens FIEGE, ermutigte die Absolventen, offen für Veränderungen zu bleiben und Verantwortung zu übernehmen.
Künstliche Intelligenz werde die Arbeitswelt erheblich verändern und neue Möglichkeiten schaffen. Gleichzeitig betonte Fiege: „KI wird aber das menschliche Denken und unternehmerische Handeln nicht ersetzen.“ Qualifizierte Beschäftigte blieben deshalb entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen.
Auch Festredner Marcel Windau, Mitgründer und Moderator des Daten- und KI-Festivals „data:unplugged“, unterstrich die Bedeutung lebenslangen Lernens. Fachliche Kenntnisse seien weiterhin unverzichtbar. Zugleich komme es zunehmend darauf an, neue Entwicklungen aufzugreifen und erworbenes Wissen regelmäßig zu erweitern.
Wie viel eine Ausbildung über fachliche Kenntnisse hinaus vermitteln kann, zeigte die Rede von Elisa Wenten. Die ausgebildete Tierpflegerin hatte ihre Ausbildung beim Tierschutz-Verein Münster und Umgegend absolviert. Dort lernte sie nach eigenen Angaben nicht nur den Umgang mit Tieren, sondern auch die Zusammenarbeit mit anderen Menschen und das eigenständige Lösen von Problemen.
„Die heutige Ehrung ist weit mehr als eine Auszeichnung für gute Noten“, erklärte Wenten. Die Abschlüsse stünden ebenso für Einsatzbereitschaft und die Fähigkeit, Herausforderungen zu bewältigen. Sie erinnerte daran, wie wichtig die Unterstützung durch Ausbilder, Lehrkräfte, Kollegen und Familien während der Ausbildungszeit gewesen sei.
Mit der Bestenehrung wollen IHK und Kaufmannschaft auf die Bedeutung der dualen Ausbildung aufmerksam machen. Die gemeinsame Auszeichnung hat in Münster bereits eine langjährige Tradition. Sie soll die Leistungen der jungen Fachkräfte sichtbar machen und gleichzeitig das Engagement der Ausbildungsbetriebe würdigen.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu