
Das Abitur 2026 ist in Münster ein besonderes Übergangsjahr. Zwar legen auch diesmal wieder Hunderte junge Menschen ihre Prüfungen ab, doch die Zahl der Abiturientinnen und Abiturienten fällt deutlich niedriger aus als sonst. Der Grund ist die Rückkehr vom achtjährigen Gymnasium zum neunjährigen Bildungsgang. Dadurch fehlt an vielen Gymnasien in Nordrhein-Westfalen in diesem Schuljahr einmalig ein kompletter Abschlussjahrgang.
Ganz ohne Abschlussjahrgang ist Münster 2026 dennoch nicht. Insgesamt treten in diesem Jahr mehr als 530 Schülerinnen und Schüler zum Abitur an. In diese Zahl fließen neben Gymnasien auch Gesamtschulen und Berufskollegs ein. Gerade das zeigt, wie stark sich die G9-Umstellung vor allem an den Gymnasien bemerkbar macht.
Was in Münster sichtbar wird, gilt auch für ganz Nordrhein-Westfalen. Durch die Rückkehr zu G9 gibt es 2026 landesweit deutlich weniger Abiturientinnen und Abiturienten als üblich. Viele Gymnasien haben in diesem Jahr keinen regulären Abiturjahrgang. Bereits im Schuljahr 2026/27 dürfte sich die Lage wieder normalisieren.
Eine besondere Rolle spielt in Münster das Geschwister-Scholl-Gymnasium. Die Schule verfügt in diesem Jahr als einzige genannte Schule über einen vollständigen Abiturjahrgang. Das hängt damit zusammen, dass dort schon seit Jahren wieder nach dem G9-Modell unterrichtet wird.
Die schriftlichen Abiturprüfungen an den allgemeinbildenden Schulen in NRW starten offiziell am Donnerstag, 16. April 2026. Die mündlichen Prüfungen im vierten Abiturfach beginnen ab Montag, 11. Mai. An den Berufskollegs gelten teils abweichende Termine. Dort beginnen die schriftlichen Prüfungen ab dem 22. April, die mündlichen ab dem 18. Mai.
Die Umstellung wirkt sich in Münster nicht nur auf die Zahl der Prüflinge aus. Auch mehrere Erweiterungs- und Neubauprojekte an Schulen werden mit dem zusätzlichen Raumbedarf durch G9 begründet. Genannt werden in diesem Zusammenhang unter anderem das Paulinum, das Ratsgymnasium und das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium.
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