
Münster. Eine Schule, die nicht nur Platz zum Lernen bietet, sondern auch architektonisch überzeugt: Die Grundschule York in Münster ist mit dem BDA-Architekturpreis 2026 Münster-Münsterland ausgezeichnet worden. Die Jury würdigte insbesondere das nachhaltige Baukonzept und die moderne Gestaltung der Lernräume. Dabei setzte sich der Neubau in einem Wettbewerb mit insgesamt 55 eingereichten Projekten durch.
Die Auszeichnung wurde am Freitag (9. Oktober) vom Bund Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) verliehen. Die Grundschule York in Münster gehört zu fünf Projekten, die in diesem Jahr einen Architekturpreis erhielten. Insgesamt gab es mit 55 Bewerbungen so viele Einreichungen wie noch nie. Die ausgezeichnete Schule nimmt nun auch am Landeswettbewerb des BDA teil.
Entworfen wurde das Gebäude vom Büro Hehn Scholz Pohl Architekten. Der Neubau fügt sich in das historische Kasernenareal ein und verbindet moderne Architektur mit der Geschichte des Standorts. Besonders auffällig ist die Verwendung von wiederverwerteten Klinkersteinen. Diese stammen teilweise aus einem zuvor abgerissenen Gebäude auf dem Gelände sowie aus Heinsberg und dem Ruhrgebiet.
Auch das pädagogische Konzept spielte bei der Auszeichnung eine wichtige Rolle. Die Schule ist in vier sogenannte Lerncluster gegliedert, die Unterrichts-, Betreuungs- und zusätzliche Lernräume miteinander verbinden. Helle Räume, offene Sichtachsen und die Verbindung zwischen Innen- und Außenbereichen sollen unterschiedliche Lernformen ermöglichen. Eine zentrale Gemeinschaftsfläche sowie eine Aula bieten darüber hinaus Platz für gemeinsame Aktivitäten.
Zum Nachhaltigkeitskonzept gehören neben den wiederverwendeten Baumaterialien auch Photovoltaikanlagen, begrünte Dächer und spezielle Fledermauskästen, die direkt in die Fassade integriert wurden.
Umgesetzt wurde das Projekt vom städtischen Amt für Immobilienmanagement mit Unterstützung von NRW.Urban. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 36,57 Millionen Euro und lagen damit etwa 9,27 Millionen Euro unter dem ursprünglich vorgesehenen Projektbudget von 45,84 Millionen Euro.
Möglich wurde dies unter anderem, weil ein angesichts gestiegener Baupreise eingeplanter Risikopuffer nicht vollständig benötigt wurde. Auch Anpassungen während der Planung trugen zu den Einsparungen bei.
Wer sich für die ausgezeichneten Bauprojekte interessiert, kann diese noch bis zum 24. Oktober 2026 in der Stadthausgalerie Münster kennenlernen. Dort werden sämtliche 55 eingereichten Projekte präsentiert. Die Ausstellung ist mittwochs bis samstags jeweils von 12 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos.
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