Bundesweite Störungen im Fernverkehr durch Winterwetter

Bundesweite Störungen im Fernverkehr durch Winterwetter
Foto: Daniel Abadia / unsplash

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Deutschland. Bundesweit kommt es ab Donnerstag, 8. Januar 2026, zu erheblichen Einschränkungen im Fernverkehr der Deutschen Bahn. Grund ist eine angekündigte Winterwetterlage mit starkem Schneefall, Sturmböen und gefrierendem Regen, die laut Deutschem Wetterdienst große Teile Deutschlands betreffen wird. Die Deutsche Bahn rechnet deshalb bis einschließlich Samstag, 10. Januar, mit Verspätungen, Zugausfällen und verpassten Anschlüssen, was auch Reisende aus Münster bei Fernreisen einplanen müssen.

Zahlreiche ICE- und IC-Verbindungen bundesweit betroffen

Nach Angaben der Deutschen Bahn sind mehrere wichtige Fernverkehrsachsen von den witterungsbedingten Einschränkungen betroffen. Dazu zählen unter anderem internationale und überregionale Strecken von Kopenhagen nach Hamburg sowie innerdeutsche Verbindungen von Westerland und Kiel nach Hamburg. Auch die Routen von Binz, Stralsund und Rostock in Richtung Berlin sind laut Mitteilung eingeschränkt. Zusätzlich werden Verbindungen von Norddeich und Emden über Hannover bis ins Ruhrgebiet genannt, wodurch sich auch für Fahrgäste aus Nordrhein-Westfalen Umleitungen und Ausfälle ergeben können.

Darüber hinaus weist die Bahn darauf hin, dass es neben den konkret benannten Strecken auch zu weiteren einzelnen Zugausfällen im gesamten Fernverkehrsnetz kommen kann. Um die Sicherheit zu gewährleisten, hat das Unternehmen vorsorglich auf mehreren Schnellfahrstrecken die zulässige Höchstgeschwindigkeit reduziert. Betroffen sind nach aktuellem Stand die Abschnitte Wolfsburg–Berlin, Hannover–Würzburg sowie Frankfurt–Köln. Diese Maßnahmen können zwar den Betrieb stabilisieren, führen jedoch gleichzeitig dazu, dass sich Fahrzeiten verlängern und Anschlüsse knapper werden.

Kulanzregelungen für Fahrgäste und Hinweise für Reisende aus Münster

Angesichts der angespannten Lage hat die Deutsche Bahn eine bundesweite Kulanzregelung für Fernverkehrsfahrgäste angekündigt. Wer bis einschließlich Mittwoch, 7. Januar 2026, ein Ticket für eine Reise zwischen dem 8. und 10. Januar gekauft hat, kann dieses zu einem späteren Zeitpunkt nutzen. Die Zugbindung ist aufgehoben, und das Ticket gilt weiterhin für die Fahrt zum ursprünglichen Ziel, auch wenn eine andere Strecke gewählt werden muss. Zusätzlich können Sitzplatzreservierungen kostenfrei storniert werden, sodass Fahrgäste flexibel auf die Wetterlage reagieren können.

Zudem ermöglicht die Bahn im Rahmen einer Sonderkulanz, Fernverkehrsreisen bereits vorzuziehen und schon ab dem 7. Januar anzutreten. Daneben gelten weiterhin die gesetzlichen Fahrgastrechte, sodass unter bestimmten Voraussetzungen auch eine Erstattung des Ticketpreises möglich ist. Die Bahn empfiehlt allen Reisenden, insbesondere auch ab Münster, ihre Verbindung kurz vor Reiseantritt erneut zu prüfen, da sich die Situation abhängig vom Wetter kurzfristig ändern kann.

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Ergänzend zu den bundesweiten Fernverkehrsstörungen kommt es in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag auf der Regionalexpress-Linie RE 15 zu Teilausfällen zwischen Emden Hauptbahnhof und Leer. Züge aus Richtung Münster enden in diesem Zeitraum in Leer, zwischen Leer und Emden wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Diese regionale Einschränkung betrifft vor allem Nachtverbindungen und ist von den witterungsbedingten Fernverkehrsproblemen unabhängig.

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