Carsharing in Münster wächst: Stadt vergibt weitere Stellplätze im öffentlichen Raum

Münster baut das Carsharing-Angebot aus: Neue öffentliche Stellplätze, zusätzliche Stationen und über 300 Fahrzeuge bis 2029 geplant.
Carsharing-Station im Kreuzviertel: Die Stadt stellt dem Unternehmen Stadtteilauto nun weitere öffentliche Stellplätze zur Verfügung. ©Stadt Münster

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Münster. Die Stadt Münster treibt den Ausbau des Carsharing-Angebots voran und stellt dem Anbieter Stadtteilauto Carsharing Münster GmbH zusätzliche öffentliche Stellflächen zur Verfügung. Ziel ist ein flächendeckendes Netz an Stationen in der Innenstadt und in den Stadtteilen. Noch in diesem Jahr sollen rund 30 neue Standorte im öffentlichen Raum entstehen.

Bis 2029 ist ein deutlicher Ausbau geplant. Insgesamt sollen dann 90 Carsharing-Stationen auf öffentlichen Flächen betrieben werden. Ergänzend dazu plant das Unternehmen weitere Stationen auf privaten, aber öffentlich zugänglichen Flächen – etwa auf Parkplätzen von Supermärkten. Perspektivisch ist von mehr als 130 Stationen im gesamten Stadtgebiet die Rede.

Neue Standorte in mehreren Stadtteilen geplant

Die zusätzlichen Carsharing-Stationen werden über das gesamte Stadtgebiet verteilt eingerichtet. Geplant sind neue Standorte unter anderem im Kreuzviertel, Hansaviertel und Südviertel sowie an den Bahnhöfen Hiltrup und Albachten. Auch in Coerde und Kinderhaus soll das Angebot ausgebaut werden.

Derzeit betreibt das Unternehmen rund 40 Stationen im öffentlichen Raum. Durchschnittlich stehen an jedem Standort zwei bis vier Fahrzeuge bereit, größere Stationen bieten bis zu acht Autos an. Insgesamt sind aktuell 270 Carsharing-Fahrzeuge im Einsatz. Mit dem weiteren Ausbau soll die Zahl perspektivisch auf mehr als 300 steigen.

Nach Angaben der Stadt nutzen derzeit über 7.000 Kundinnen und Kunden das Angebot. Stadtteilauto ist derzeit der einzige Carsharing-Anbieter in Münster.

Weniger Parkdruck durch geteilte Fahrzeuge

Aus Sicht der Stadt ist Carsharing ein Baustein zur Entlastung des Straßenraums. Das Prinzip: Mehrere Personen teilen sich ein Fahrzeug und zahlen nur für die tatsächliche Nutzung. Kosten für Versicherung, Wartung oder Steuer fallen für die Nutzenden nicht an.

Studien zufolge kann ein Carsharing-Fahrzeug bis zu 16 private Pkw ersetzen. Dadurch verringert sich langfristig die Zahl der dauerhaft abgestellten Autos im öffentlichen Raum. Die frei werdenden Flächen können für andere Zwecke genutzt werden.

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Dieses Ziel ist auch im Integrierten Parkraumkonzept verankert, das der Rat der Stadt im Jahr 2024 beschlossen hat. Der Ausbau öffentlicher Carsharing-Stationen ist darin als konkrete Maßnahme festgeschrieben.

Öffentlicher Raum als strategischer Standort

Im Zuge der Erweiterung sollen einige bislang genutzte private Flächen aufgegeben werden. Stattdessen setzt das Unternehmen verstärkt auf gut sichtbare Standorte im öffentlichen Straßenraum. Diese gelten als besser erreichbar und erhöhen die Wahrnehmung des Angebots.

Mit der Vergabe zusätzlicher Stellplätze setzt die Stadt auf eine stärkere Verankerung des Carsharings im Alltag der Bürgerinnen und Bürger. Der Ausbau soll sowohl innenstadtnahe Quartiere als auch Außenstadtteile gleichermaßen einbeziehen.

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