
Münster. Nach dem CSD in Münster am Samstag, 15. August 2026, beschäftigt sich die Polizei mit zwei Vorfällen am Rand der Demonstration. Ein bislang unbekannter Zuschauer soll eine nationalsozialistische Parole gerufen haben. Zudem soll ein 72-Jähriger öffentlich zu Gewalt aufgerufen haben. Der Demonstrationszug selbst verlief nach Polizeiangaben friedlich.
Nach Angaben der Polizei soll ein Zuschauer am Rand des CSD „Heil Hitler“ gerufen haben. Der Vorfall wird vom Staatsschutz bearbeitet. Welcher konkrete Straftatbestand geprüft wird, ist bislang nicht öffentlich mitgeteilt worden.
Der Gebrauch nationalsozialistischer Parolen kann grundsätzlich strafbar sein. Ob dies in dem konkreten Fall unter anderem als Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verfolgt wird, müssen die weiteren Ermittlungen klären.
Bei einem weiteren Vorfall soll ein 72 Jahre alter Mann öffentlich zu Gewalt aufgerufen haben. Ob sich dieser Aufruf tatsächlich gegen Teilnehmer des CSD richtete, ist nach den bislang veröffentlichten Angaben nicht abschließend geklärt.
Die Polizei sprach gegen den Mann sowie zwei weitere Personen Platzverweise aus. Sie mussten den Veranstaltungsbereich verlassen. Welche Rolle die beiden weiteren Personen bei dem Vorfall spielten, wurde bislang nicht näher mitgeteilt.
Ungeachtet der beiden Vorfälle bezeichnete die Polizei die Demonstration insgesamt als friedlich. Nach ihrer Schätzung beteiligten sich rund 6.000 Menschen am CSD in Münster.
Parallel zur Demonstration fand am Prinzipalmarkt ein Ständefest mit Initiativen und Informationsangeboten zu queeren Themen statt. Der Demonstrationszug wurde von einer großen Regenbogenflagge angeführt. Am Ende gab es zudem einen reizarmen Block ohne laute Beschallung.
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