
Münster. Mit rot beleuchteten Gebäuden haben zahlreiche Einrichtungen in Westfalen-Lippe ein Zeichen für Menschlichkeit und ein friedliches Zusammenleben gesetzt. Bei der Aktion „Rotkreuzlichter für die Menschlichkeit“ am 30. Oktober 2026 wurden insgesamt 53 Gebäude rot angestrahlt. Davon gehörten 45 zum Deutschen Roten Kreuz, acht weitere zu externen Institutionen. Der DRK-Landesverband Westfalen-Lippe zieht nach der dritten Auflage eine positive Bilanz.
Die Aktion „Rotkreuzlichter für die Menschlichkeit“ fand in diesem Jahr zum dritten Mal statt. Nach Angaben des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe beteiligten sich 44 DRK-Verbände und DRK-Einrichtungen sowie acht externe Institutionen. Insgesamt wurden 53 Gebäude beleuchtet, darunter 45 DRK-interne und acht externe Standorte. Zu den Teilnehmern gehörten unter anderem die Bezirksregierung Münster und das Rathaus der Stadt Hamm. Mit der roten Beleuchtung wollten die Beteiligten auf die Bedeutung von Menschlichkeit, Solidarität und einem friedlichen Miteinander aufmerksam machen. Bereits im Vorfeld hatte DRK-Landespräsident Dr. Fritz Baur erklärt: „Wir möchten gemeinsam ein starkes Zeichen für Menschlichkeit, Vielfalt und ein friedliches Miteinander setzen.“
Die aktuelle Bilanz zeigt eine gestiegene Beteiligung innerhalb des Deutschen Roten Kreuzes. Im Jahr 2025 hatten sich nach damaligen Angaben 27 Rotkreuzgliederungen und weitere Unterstützer an der Aktion beteiligt. Insgesamt waren seinerzeit 56 Gebäude rot beleuchtet worden. Für 2026 meldet der Landesverband nun 44 teilnehmende DRK-Verbände und DRK-Einrichtungen sowie acht externe Institutionen. Die Zahl der beleuchteten Gebäude lag mit 53 knapp unter dem Vorjahreswert. Gleichzeitig beteiligten sich mehr DRK-Organisationen als 2025. Die unterschiedlichen Angaben zu teilnehmenden Einrichtungen und beleuchteten Gebäuden sind dabei getrennt zu betrachten.
Hintergrund der Aktion sind die Kriege und Konflikte in verschiedenen Regionen der Welt. Nach Darstellung des DRK geraten insbesondere Menschen aus dem öffentlichen Blickfeld, deren Schicksale abseits großer internationaler Schlagzeilen liegen. Viele Betroffene litten weiterhin unter Gewalt und Vertreibung. Die roten Lichter sollen deshalb an die humanitären Grundsätze der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung erinnern. Dazu gehören insbesondere Menschlichkeit, Unparteilichkeit und Neutralität. Die Aktion beschränkt sich nicht auf Einrichtungen des Deutschen Roten Kreuzes. Auch Privatpersonen, Unternehmen, Vereine und öffentliche Institutionen können sich beteiligen.
Das Datum der Rotkreuzlichter-Aktion ist bewusst gewählt. Der 30. Oktober ist der Todestag von Henry Dunant, dem Begründer der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Dunant setzte sich im 19. Jahrhundert für die organisierte Versorgung verwundeter Soldaten und die Entwicklung humanitärer Schutzregeln ein. Seit 2024 nutzt der DRK-Landesverband Westfalen-Lippe diesen Gedenktag, um mit der Beleuchtungsaktion auf die Bedeutung humanitärer Hilfe aufmerksam zu machen. Mit 53 rot beleuchteten Gebäuden und einer gestiegenen Beteiligung innerhalb des DRK fällt die Bilanz der diesjährigen Aktion aus Sicht des Landesverbandes positiv aus.
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