
Münster Auf der Autobahn 30 bei Westerkappeln hat die Polizei einen Gefahrguttransport aus dem Verkehr gezogen. Bei einer Kontrolle stellten Einsatzkräfte der Polizei Münster gravierende Mängel fest, die eine akute Gefahr darstellen konnten. Der Vorfall ereignete sich bereits am Montag, wurde jedoch erst jetzt bekannt und sorgt für Aufmerksamkeit auch über den Kreis Steinfurt hinaus.
Nach Angaben der Polizei ging es um einen niederländischen Sattelzug, der mit explosionsfähigem Material unterwegs war. Weil sowohl das Fahrzeug als auch die Ladung nicht den Sicherheitsvorschriften entsprachen, wurde die Weiterfahrt untersagt. Die Maßnahme soll nach Einschätzung der Polizei vor allem dem Schutz unbeteiligter Verkehrsteilnehmer gedient haben und zeigt, wie sensibel Kontrollen im Bereich Gefahrgut sind.
Angehalten wurde der Sattelzug im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle auf einem Rastplatz an der Autobahn 30 in Höhe Westerkappeln. Beamte der Schwerlastgruppe überprüften dabei sowohl den technischen Zustand des Fahrzeugs als auch die Ladungssicherung. Transportiert wurde eine offene, zugelassene Stahlkiste mit explosionsfähigem Inhalt, was besonders hohe Sicherheitsanforderungen mit sich bringt.
Im Verlauf der Kontrolle stellten die Einsatzkräfte mehrere erhebliche Mängel fest. So befand sich das Fahrzeug insgesamt nicht in einem verkehrssicheren Zustand. Unter anderem waren Reifen und Bremsanlage beschädigt, zudem wiesen Windschutzscheibe und Beleuchtung deutliche Defekte auf. Gleichzeitig entsprach auch die Sicherung der gefährlichen Ladung nicht den Vorgaben. Aus Sicht der Polizei hätte es unter diesen Umständen jederzeit zu einer gefährlichen Situation kommen können, insbesondere bei einem Unfall oder einer Notbremsung.
Erschwerend kam hinzu, dass der 45 Jahre alte Fahrer während der Kontrolle mehrfach gegen das absolute Rauchverbot verstieß. Dieses gilt zwingend in der Nähe von Fahrzeugen, die mit explosionsfähigem Material beladen sind. Die Beamten untersagten daraufhin umgehend die Weiterfahrt, um weitere Risiken auszuschließen.
Um eine Gefährdung der Allgemeinheit zu verhindern, beließen es die Einsatzkräfte nicht bei der Stilllegung. Stattdessen begleiteten sie den Transport zu einem geeigneten Unternehmen in der Nähe, wo die festgestellten Mängel behoben werden sollten. Erst nach einer ordnungsgemäßen Instandsetzung sollte eine Weiterfahrt überhaupt wieder in Betracht kommen.
Laut Mitteilung der Polizei drohen dem Fahrer sowie mehreren beteiligten Unternehmen nun Ordnungswidrigkeitenanzeigen. Zudem können Bußgelder im bis zu vierstelligen Bereich verhängt werden.
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