Fast 940.000 Euro für neues Forschungsprojekt in Münster

Fast 940.000 Euro für neues Forschungsprojekt in Münster
Foto: Erich Westendarp

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Münster. An der Universität Münster erhält ein neues Forschungsvorhaben fast 940.000 Euro von der VolkswagenStiftung. Die Förderung ist Teil des Programms „Momentum“, mit dem die Stiftung Professuren in einer frühen Phase ihrer Entwicklung gezielt stärken will.

Nach Angaben der VolkswagenStiftung wurden bundesweit zwölf Vorhaben mit zusammen 11,3 Millionen Euro bewilligt. Aus Münster gehört das Projekt von Prof. Dr. Seraphine Wegner zu den geförderten Vorhaben. Dabei geht es um ein Material, das beim Zerfall zu Mikroplastik nicht dauerhaft in der Umwelt verbleiben soll, sondern sich unter bestimmten Bedingungen selbst abbauen kann.

Förderung soll Professuren strategisch weiterentwickeln

Mit dem Programm „Momentum“ richtet sich die VolkswagenStiftung an Professorinnen und Professoren, die sich drei bis fünf Jahre nach ihrer ersten Lebenszeitprofessur befinden. Anders als bei klassischen Förderlinien steht dabei laut Stiftung nicht ein einzelnes, klar abgegrenztes Forschungsprojekt im Mittelpunkt. Stattdessen sollen Professuren dabei unterstützt werden, ihr Fach mit neuen inhaltlichen und strategischen Schwerpunkten weiterzuentwickeln.

Wie die Stiftung mitteilt, können die Mittel unter anderem für Personal, technische Ausstattung, Geräte, Auslandsaufenthalte, neue Lehrformate oder Wissenschaftskommunikation eingesetzt werden. Damit soll den Geförderten mehr Spielraum gegeben werden, eigene Ideen auszubauen und zugleich neue Richtungen in Forschung und Lehre zu erproben. Insgesamt wurden diesmal zwölf Projekte ausgewählt, für die zusammen 11,3 Millionen Euro bereitgestellt werden.

Für Münster ist die Bewilligung deshalb relevant, weil die Universität damit erneut in einer bundesweiten Auswahlrunde sichtbar vertreten ist. Zugleich zeigt die Entscheidung, dass Forschungsvorhaben aus Münster auch in wettbewerblichen Förderverfahren überzeugen können. Neben Münster werden in den Beispielprojekten der Stiftung auch Vorhaben aus Tübingen, Ulm und Berlin hervorgehoben. Jeweils rund 940.000 bis 950.000 Euro gehen an diese Projekte, sodass die geförderten Professuren ihre Arbeit mit zusätzlichem Personal, neuen Methoden und weiterem Entwicklungsspielraum ausbauen können.

Projekt aus Münster nimmt Mikroplastik in den Blick

Das geförderte Vorhaben von Prof. Dr. Seraphine Wegner an der Universität Münster beschäftigt sich mit einem Problem, das seit Jahren an Bedeutung gewinnt. Kunststoffe werden in vielen Bereichen eingesetzt, bauen sich in der Umwelt aber meist kaum biologisch ab. Stattdessen zerfallen sie häufig in immer kleinere Partikel, sodass Mikroplastik zurückbleibt. Genau an diesem Punkt setzt das Münsteraner Projekt an.

Nach Angaben der VolkswagenStiftung soll ein neues Kunststoffmaterial entwickelt werden, in das plastikabbauende Enzyme eingebettet sind. Diese Enzyme befinden sich zunächst in sehr kleinen Kapseln und bleiben dort inaktiv, solange das Material unbeschädigt ist. Erst wenn der Kunststoff in kleinere Bestandteile zerfällt und zusätzlich mit Wasser in Kontakt kommt, sollen sich die Kapseln öffnen. Dann würden die Enzyme aktiviert und könnten dazu beitragen, das entstehende Mikroplastik abzubauen.

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Damit zielt das Vorhaben auf einen Ansatz, der Materialentwicklung und Umweltforschung miteinander verbindet. Für die Universität Münster ist die Förderung deshalb nicht nur finanziell bedeutsam, sondern auch wissenschaftlich interessant, weil sie ein Thema aufgreift, das sowohl technologisch als auch gesellschaftlich relevant ist. Sollte der Ansatz funktionieren, könnte er langfristig neue Impulse für den Umgang mit Kunststoffen liefern.

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