
Münster. Der Winter zeigt sich in Nordrhein-Westfalen weiter von seiner problematischen Seite. Nach kräftigen Schneeschauern zu Wochenbeginn rückt nun vor allem eine neue Gefahr in den Fokus: möglicher gefrierender Regen. Auch Münster und das Münsterland stehen vor kritischen Stunden, insbesondere im Berufsverkehr.
Während es in Ostwestfalen und Teilen des Sauerlands bereits am Montag zu zahlreichen Unfällen kam, blieb die Lage im Münsterland zunächst vergleichsweise ruhig. In mehreren Regionen führten Schnee und Eis zu glatten Fahrbahnen, querstehenden Lastwagen und stockendem Verkehr auf wichtigen Autobahnen wie der A2, A30, A33 und A44.
Ein besonders heikler Vorfall ereignete sich auf der A44 zwischen Anröchte und Geseke, wo ein Auto in ein Polizeifahrzeug und ein Feuerwehrfahrzeug rutschte, die bereits an einer Unfallstelle im Einsatz waren. Verletzt wurde dabei niemand.
In Münster selbst setzte der Schneefall am Morgen ein. Der Winterdienst rückte aus, vielerorts bildete sich rasch eine geschlossene Schneedecke. Laut aktuellem Stand wurden zu Wochenbeginn jedoch keine schnee- oder glättebedingten Unfälle aus dem Münsterland gemeldet.
Mit Blick auf die kommenden Stunden warnen Meteorologen vor einer deutlich verschärften Wetterlage. Ab Dienstagnachmittag zieht von Westen ein Tiefausläufer heran, der Regen mit sich bringen kann. Problematisch wird dieser Niederschlag dort, wo der Boden weiterhin unter dem Gefrierpunkt liegt.
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Besonders kritisch gilt der Zeitraum von Dienstagabend bis Mittwochfrüh. In einem Streifen vom Rheinland über das Ruhrgebiet bis ins Münsterland kann Regen auf eiskalten Untergrund treffen und sofort gefrieren. Die Folge wäre gefährliches Glatteis, dessen genaue regionale Schwerpunkte derzeit noch schwer vorherzusagen sind.
Der Deutscher Wetterdienst spricht in seiner aktuellen Lageeinschätzung von teils erheblicher Glättegefahr durch gefrierenden Regen oder gefrierende Nässe. Lokal sind auch Unwetterentwicklungen nicht ausgeschlossen.
Für den Raum Münster liegen derzeit mehrere Wetterwarnungen vor. So gilt für Teile des Stadtgebiets eine Warnung vor markanter Glätte durch gefrierenden Regen. Zusätzlich wird vor anhaltender Glätte sowie Frost bis in den Dienstagvormittag hinein gewarnt. Besonders in den frühen Morgenstunden und am späten Abend ist daher erhöhte Vorsicht geboten.
Die Stadt Münster hat auf die winterlichen Bedingungen reagiert und den Winterdienst aktiviert. Je nach Wetterlage kommen unterschiedliche Einsatzstufen zum Tragen. Bei mittlerem Winterdienst werden unter anderem rund ein Dutzend Streufahrzeuge eingesetzt, die vor allem Hauptverkehrsstraßen und wichtige Buslinien bedienen. Bei einer Verschärfung der Lage kann der Einsatz weiter ausgeweitet werden, auch Radwege werden dann zusätzlich berücksichtigt.
Ziel ist es, zentrale Verkehrsadern möglichst durchgehend passierbar zu halten, insbesondere für den Berufsverkehr und den öffentlichen Nahverkehr.
Unabhängig vom städtischen Winterdienst erinnert die Stadt Münster daran, dass auch Anwohnerinnen und Anwohner verpflichtet sind, Gehwege vor ihren Grundstücken zu räumen und bei Glätte zu streuen. Diese Pflicht gilt insbesondere in den frühen Morgenstunden und kann bei Nichtbeachtung haftungsrechtliche Folgen haben.
In den kommenden Tagen wird weiterer Niederschlag erwartet. Zwar sollen die Temperaturen laut Prognosen schrittweise über die Nullgradmarke steigen, dennoch bleibt die Gefahr von überfrierender Nässe bestehen – vor allem nachts und in den frühen Morgenstunden.
Für Münster bedeutet das: Die Wetterlage bleibt angespannt, Autofahrerinnen und Autofahrer sowie Fußgänger sollten ihre Wege besonders aufmerksam planen und aktuelle Warnungen im Blick behalten.
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