Grünes Licht für Bahnreaktivierung: WLE-Strecke von Sendenhorst nach Münster genehmigt

Die Reaktivierung der WLE-Strecke Münster–Sendenhorst verzögert sich wegen neuer Lärmschutzauflagen in Angelmodde.
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Münster. Die Reaktivierung der WLE-Bahnstrecke zwischen Sendenhorst und Münster rückt in greifbare Nähe. Mit dem nun erlassenen Planfeststellungsbeschluss hat die Bezirksregierung Münster das zentrale Genehmigungsverfahren abgeschlossen und damit den Weg für den Umbau und die spätere Wiederinbetriebnahme der Strecke freigemacht. Das Projekt gilt als zentraler Baustein für den Ausbau des regionalen Schienenverkehrs im Münsterland.

Planfeststellungsbeschluss offiziell übergeben

Der Beschluss trägt das Datum 30. Januar und wurde am 5. Februar offiziell an die Westfälische Landes-Eisenbahn GmbH übergeben. An der Übergabe nahmen unter anderem Vertreter der Bezirksregierung Münster, des Landes NRW sowie kommunale Spitzen aus Münster und dem Kreis Warendorf teil. Mit dem Planfeststellungsbeschluss ist das Genehmigungsverfahren abgeschlossen, das die WLE bereits im Jahr 2020 beantragt hatte.

Grundlage für Bau und Umbau der Strecke

Der Planfeststellungsbeschluss ist die rechtsverbindliche Zulassung für die Änderung und den Ausbau der Bahnstrecke. Er erlaubt unter anderem die vollständige Erneuerung des Oberbaus, Anpassungen an bestehenden Bauwerken sowie die Errichtung neuer Haltepunkte. Vorgesehen sind außerdem ein zweigleisiger Abschnitt für Zugbegegnungen und Maßnahmen zur Entwässerung entlang der Trasse. Nach der Veröffentlichung der Unterlagen folgen Auslegungsfristen, in denen auch rechtliche Schritte möglich sind.

Veröffentlichung der Unterlagen ab Ende Februar

Obwohl der Beschluss bereits erlassen wurde, sollen die vollständigen Planunterlagen erst ab dem 23. Februar 2026 online einsehbar sein. Dieses zeitversetzte Vorgehen ist Teil des formalen Verfahrens und betrifft die öffentliche Auslegung sowie mögliche Einwendungen.

Schnellere Verbindung zwischen Stadt und Umland

Die reaktivierte Strecke soll künftig Münster enger mit dem östlichen Umland verbinden. In Planungen ist von bis zu acht Haltepunkten entlang der Linie die Rede, darunter Münster Hauptbahnhof, Wolbeck, Albersloh und Sendenhorst. Zielwerte sehen Fahrzeiten von rund 30 Minuten zwischen Münster und Sendenhorst vor. Prognosen gehen von mehr als 10.000 Fahrgästen pro Werktag aus.

Bedeutung für das S-Bahnnetz Münsterland

Das Projekt ist Teil der langfristigen Planung für ein S-Bahnnetz im Münsterland. Durch die neue Verbindung soll der öffentliche Nahverkehr attraktiver werden und eine Alternative zum Auto bieten. Besonders für Pendlerinnen und Pendler aus dem Kreis Warendorf könnte die Strecke künftig eine wichtige Rolle spielen.

Kosten, Zeitplan und offene Punkte

In der öffentlichen Diskussion wurde für die Reaktivierung zuletzt eine Investitionssumme im Bereich von rund 130 Millionen Euro genannt. Verzögerungen hatte es unter anderem wegen zusätzlicher Anforderungen wie Lärmschutz gegeben. Für die vollständige Anbindung an den Münsteraner Hauptbahnhof sind zudem separate Umbauten erforderlich, die in einem eigenen Verfahren beim Eisenbahn-Bundesamt behandelt werden.

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