
Münster. Die Umgestaltung der Hafensüdseite in Münster geht in die nächste Etappe. Ab Montag, 13. April 2026, startet der zweite von insgesamt drei Bauabschnitten am Stadthafen 1. Ziel des Projekts ist es, die Südseite zwischen Hafenplatz und Dortmund-Ems-Kanal schrittweise zu einer attraktiven und barrierefreien Flaniermeile am Wasser auszubauen. Während der neue Abschnitt beginnt, laufen die Arbeiten im ersten Teilbereich bereits weiter.
Der zweite Abschnitt umfasst den Bereich von der Hafenkäserei und der Hafenbrauerei Finne bis zur Bäckerei Cibaria. Entlang dieser Strecke liegen markante Orte wie die Betonsilos „Elefant“ und „Schildkröte“, der Ruderverein, die B-Side und mehrere Bürogebäude. Geplant sind dort unter anderem neue Sitzbänke aus Holz, Natursteinpflaster und eine besondere Beleuchtung, die gestalterisch an Schiffsmasten erinnern soll.
Bei der Neugestaltung setzt die Stadt nicht nur auf mehr Aufenthaltsqualität, sondern auch auf den Erhalt prägender Hafenelemente. Der Betonsilo „Elefant“ wird derzeit instandgesetzt und soll als markantes Bauwerk erhalten bleiben. Auch frühere Spuren der Hafennutzung, darunter Gleise und Kranbahnen, werden in das neue Gestaltungskonzept eingebunden. Damit soll der industrielle Charakter des Areals trotz der Modernisierung weiterhin erkennbar bleiben.
Ein zentrales Ziel des Projekts ist eine durchgängig barrierefreie Verbindung entlang des Hafenbeckens. Öffentliche Flächen sollen so gestaltet werden, dass sie für alle Menschen gut nutzbar sind. Neben dem Wegebau spielen deshalb auch Aufenthaltsflächen und Sitzmöglichkeiten eine wichtige Rolle. Die neue Promenade soll die Hafensüdseite künftig stärker als öffentlichen Raum erlebbar machen.
Für den zweiten Bauabschnitt wird mit Bauarbeiten bis zum dritten Quartal 2027 gerechnet. Parallel dazu dauert auch der erste Abschnitt weiter an, der seit August 2024 umgesetzt wird und sich vom Hafenplatz bis zur Hafenkäserei erstreckt. Dessen Fertigstellung ist nach aktuellem Stand für Ende August 2026 vorgesehen. Verzögerungen gibt es dort vor allem im Bereich des Wärmespeichers, wo dichte Leitungen und schwierige Bodenverhältnisse die Arbeiten erschweren.
Für den nun beginnenden zweiten Abschnitt sind rund 2,3 Millionen Euro eingeplant. Das Projekt wird mit Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt. Die Koordination der Arbeiten liegt federführend beim Amt für Mobilität und Tiefbau. Grundlage der gesamten Umgestaltung ist ein Entwurf des Düsseldorfer Büros scape Landschaftsarchitekten GmbH.
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