
Münster. Mehr Grünflächen und ein besserer Umgang mit Starkregen sollen den Standort von Borgel Elementbau in Hörstel künftig widerstandsfähiger machen. Dafür erhält das Unternehmen 117.500 Euro Fördermittel vom Land Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union. Der entsprechende Bescheid wurde am Donnerstag, 13. August 2026, übergeben.
Wie die Bezirksregierung Münster mitteilt, sollen insgesamt 235.000 Euro in das Projekt investiert werden. Bis Januar 2027 sind mehrere Maßnahmen auf dem Firmengelände geplant. Dabei geht es vor allem um Begrünung, die Entsiegelung befestigter Flächen und eine effizientere Nutzung von Regenwasser.
Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf zusätzlichen Grünflächen am Unternehmensstandort. Vorgesehen sind unter anderem begrünte Fassaden sowie neue Aufenthaltsbereiche mit Bepflanzung. Außerdem sollen Teile der Dächer begrünt werden. Weitere Flächen auf dem Gelände sollen so gestaltet werden, dass sie die Artenvielfalt fördern.
Gleichzeitig will Borgel Elementbau versiegelte Bereiche zurückbauen. Statt geschlossener Oberflächen sollen dort wasserdurchlässige Beläge eingesetzt werden. Dadurch kann Niederschlag besser auf dem Gelände versickern. Das kann besonders bei Starkregen eine Rolle spielen, weil Wasser weniger schnell oberirdisch abfließt.
Auch das Regenwassermanagement soll verändert werden. Geplant ist eine Zisterne, die Niederschlagswasser sammelt. Ergänzt wird das System laut Bezirksregierung durch Sensoren und eine automatisierte Steuerung. Das gespeicherte Wasser soll anschließend für die Bewässerung der Grünflächen genutzt werden.
Die Maßnahmen sollen den Standort zugleich besser auf Hitzeperioden vorbereiten. Begrünte Dächer, Fassaden und Freiflächen können dazu beitragen, die Aufheizung versiegelter Unternehmensareale zu verringern. Die Bezirksregierung sieht das Projekt deshalb als Beispiel dafür, wie auch bestehende Gewerbestandorte an veränderte Wetterbedingungen angepasst werden können.
Regierungspräsident Andreas Bothe übergab den Förderbescheid an Geschäftsführer Stefan Wagener. Laut Mitteilung der Bezirksregierung hob Bothe dabei besonders den möglichen Vorbildcharakter für andere mittelständische Unternehmen hervor.
Die Förderung für Borgel Elementbau erfolgt über das Programm „Klimaanpassung.Unternehmen.NRW“. Das Angebot richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen sowie an kommunale Unternehmen in Nordrhein-Westfalen. Gefördert werden Investitionen, die Betriebe besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten sollen.
Dabei liegt der Schwerpunkt auf naturbasierten Maßnahmen. Dazu gehören beispielsweise begrünte Dächer und Fassaden, Entsiegelungen oder Lösungen zur Speicherung von Regenwasser. Beim Projekt in Hörstel werden mehrere dieser Ansätze miteinander verbunden.
Die Gesamtkosten liegen nach Angaben der Bezirksregierung Münster bei 235.000 Euro. Davon werden 117.500 Euro über Fördermittel des Landes NRW und der Europäischen Union finanziert. Damit wird die Hälfte der angegebenen Projektausgaben gefördert.
Für größere Vorhaben innerhalb des Programms spielt die Bezirksregierung Münster eine besondere Rolle. Sie ist landesweit für Projekte zuständig, deren Gesamtausgaben mindestens 200.000 Euro betragen. Das Vorhaben von Borgel Elementbau fällt deshalb in ihren Zuständigkeitsbereich.
Borgel Elementbau ist in Hörstel ansässig und arbeitet im Bereich Bedachungen, Verkleidungen und Metallleichtbau. Mit dem aktuellen Projekt investiert das Unternehmen nun auch in die Anpassung des eigenen Standorts an Hitze und Starkregen. Die geplanten Arbeiten sollen nach Angaben der Bezirksregierung bis Januar 2027 abgeschlossen sein.
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