„AfD ist keine demokratische Partei“: Mahnwachen beim NRW-Tag in Münster

Mahnwachen gegen AfD beim NRW-Tag Münster: Das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ kündigt für Freitag und Samstag Proteste an.
Foto: Caroline Muffert

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Münster. Beim NRW-Tag in Münster will das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ mit zwei Mahnwachen gegen die Präsenz der AfD protestieren. Die Kundgebungen sind für Freitag, 28. August, und Samstag, 29. August 2026, auf der Loerstraße angekündigt. Nach Angaben des Bündnisses richten sie sich insbesondere gegen den Auftritt der AfD auf der sogenannten NRW-Meile des Landesfestes.

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Mahnwachen gegen AfD beim NRW-Tag in Münster

Die erste Mahnwache soll am Freitag um 18 Uhr beginnen, eine weitere ist für Samstag ab 11 Uhr geplant. Veranstaltungsort ist jeweils die Loerstraße. Damit befinden sich die Kundgebungen nach Angaben des Bündnisses in unmittelbarer Nähe zu den Bereichen des NRW-Tages und zum Stubengassenplatz.

Das Bündnis kritisiert, dass die AfD während des Landesfestes mit einem eigenen Informationsstand auf der NRW-Meile vertreten ist. Bündnissprecher Carsten Peters erklärt dazu: „Die NRW-Meile soll die Vielfalt von und den Zusammenhalt in NRW abbilden: Die AfD steht für das exakte Gegenteil davon.“ Die weiteren politischen Bewertungen der Partei in der Mitteilung stammen ebenfalls vom Bündnis und werden von diesem als Begründung für die Protestaktionen angeführt.

Bündnis kritisiert Unterbringung und Infostand der AfD

Nach Darstellung von „Keinen Meter den Nazis“ sind AfD-Abgeordnete während des NRW-Tages im H4-Hotel am Stubengassenplatz untergebracht. Zudem sei die Partei mit einem eigenen Stand auf der NRW-Meile vertreten. Das Bündnis will mit den Mahnwachen nach eigenen Angaben deutlich machen, dass es die Präsenz der AfD beim Landesfest ablehnt.

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Peters formuliert die Position des Bündnisses deutlich: „Daher machen wir deutlich, dass die extrem rechte Partei hier beim NRW-Tag wie auch an anderen Tagen nicht erwünscht ist.“ Die Einstufung und politische Bewertung der AfD ist damit ausdrücklich Teil der Stellungnahme des Bündnisses und nicht eine Feststellung des Veranstalters des NRW-Tages.

Forderung nach AfD-Verbotsverfahren

Mit den Mahnwachen verbindet das Bündnis zugleich eine bundespolitische Forderung. Es verlangt von Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung, ein Verbotsverfahren gegen die AfD einzuleiten. Zur Begründung verweist „Keinen Meter den Nazis“ unter anderem auf ein Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte sowie auf aktuelle Entwicklungen im Landtagswahlkampf in Sachsen-Anhalt.

Ob und unter welchen Voraussetzungen ein Parteiverbotsverfahren eingeleitet werden könnte, ist eine rechtlich und politisch umstrittene Frage. Die Forderung nach einem solchen Verfahren ist Bestandteil der politischen Position des Bündnisses.

Proteste am Freitag und Samstag auf der Loerstraße

Die erste Mahnwache ist für Freitag, 28. August, um 18 Uhr angekündigt. Am Samstag, 29. August, beginnt die zweite Mahnwache um 11 Uhr. Beide Veranstaltungen sollen auf der Loerstraße stattfinden und damit in unmittelbarer Nähe zu Teilen des NRW-Tag-Geländes liegen.

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