
Münster. Wer gerne am Dortmund-Ems-Kanal entlangradelt oder regelmäßig mit der Bahn nach Telgte fährt, muss sich auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Der Neubau der Mauritzer Eisenbahnbrücke hat am Montag begonnen. Während bereits erste Bäume gefällt werden, stehen die größeren Einschnitte noch bevor: Ab November wird ein Abschnitt der Kanalpromenade gesperrt, 2027 folgt eine fast siebenmonatige Unterbrechung der Bahnstrecke.
Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Westdeutsche Kanäle hat mit Rodungsarbeiten zwischen den Bahnübergängen Warendorfer Straße und Präsidentenbusch begonnen. Bis Ende Oktober werden dort Bäume und Gehölze entfernt, um Platz für den Brückenneubau zu schaffen. Währenddessen kann es auf der Admiral-Spee-Straße und dem südlichen Gehweg der Warendorfer Straße zu Behinderungen kommen. Auch der Spielplatz an der Admiral-von-Spee-Straße wird zeitweise gesperrt.
Die Regionalbahn RB67 zwischen Münster und Telgte fährt zunächst weiterhin planmäßig. Baumfällungen unmittelbar an den Gleisen finden ausschließlich zwischen den Zugdurchfahrten statt.
Anfang November beginnt die Einrichtung einer Montagefläche am östlichen Kanalufer zwischen der Mauritzer Eisenbahnbrücke und der Prozessionswegbrücke. Dafür wird die Kanalpromenade in diesem Bereich vollständig für Fußgänger und Radfahrer gesperrt.
Die Umleitung führt von der Kanalbrücke an der Manfred-von-Richthofen-Straße über das westliche Kanalufer und die Straßen Zum Guten Hirten, Alerdinckstraße, Skagerrakstraße und Warendorfer Straße bis zum Wilhelmshavenufer. Am westlichen Kanalufer entsteht außerdem ein Baubüro. Der dortige Betriebsweg soll bis Anfang März 2027 geöffnet bleiben.
Die eigentliche Hauptbauphase ist vom 19. März bis zum 15. Oktober 2027 geplant. In diesem Zeitraum wird die alte Eisenbahnbrücke abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Die Bahnstrecke zwischen Münster und Telgte muss dafür knapp sieben Monate gesperrt werden. Für Fahrgäste der RB67 wird ein Schienenersatzverkehr zwischen Telgte und Münster Hauptbahnhof eingerichtet. Einzelheiten zu Fahrplänen und Haltestellen stehen noch aus.
Die bisherige Brücke stammt aus dem Jahr 1960. Ihr Ersatz ist Teil des Ausbaus des Dortmund-Ems-Kanals, der künftig größere Durchfahrtsabmessungen für die Schifffahrt ermöglichen soll. Dafür wird auch die Bahnstrecke im Brückenbereich um etwa einen Meter angehoben. Nach Abschluss dieses Projekts soll die benachbarte Straßenbrücke der Warendorfer Straße ebenfalls erneuert werden.
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