
Münster. Die erste Kurzfilmwanderung am Hafen in Münster hat am Samstagabend mehr als 1000 Menschen angezogen. An sechs Stationen wurden Kurzfilme auf Gebäudefassaden projiziert. Die ungewöhnliche Veranstaltung bot dabei nicht nur Kino unter freiem Himmel, sondern auch neue Perspektiven auf bekannte Orte.
Mehr als 1000 Besucherinnen und Besucher haben am Samstagabend, 31. Oktober 2026, an der ersten Kurzfilmwanderung am Hafen in Münster teilgenommen. Bei einem gemeinsamen Rundgang konnten sie an sechs verschiedenen Stationen Kurzfilme erleben, die direkt auf die Fassaden markanter Gebäude projiziert wurden. Zu den ungewöhnlichen Leinwänden gehörten das ehemalige Betonsilo „Elefant“ und der Speicher II am Hafenweg.
Die rund zweistündige Veranstaltung war kostenlos und wurde erstmals vom Filmservice Münster.Land organisiert. Für die Auswahl der jeweils nur wenige Minuten langen Filme war das Künstlerkollektiv „A Wall is a Screen“ verantwortlich. Die Besonderheit des Konzepts bestand darin, dass die gezeigten Filme einen inhaltlichen Bezug zu ihrem jeweiligen Vorführort hatten.
Mit der Verbindung aus Filmkunst und Stadtraum wollten die Veranstalter den Besucherinnen und Besuchern einen neuen Blick auf das Hafengebiet ermöglichen. Nach Angaben der Stadt Münster wurde die Premiere ausgesprochen positiv aufgenommen.
„Sich von den Filmen, aber auch neuen Blicken auf die eigene Stadt überraschen zu lassen, hat den Besucherinnen und Besuchern gut gefallen. Die Reaktionen auf die Veranstaltung waren äußerst positiv“, erklärte Rike van Bremen, Leiterin des Filmservice Münster.Land.
Organisiert wurde die Kurzfilmwanderung vom Filmservice Münster.Land, einer Kooperation der Stadt Münster und des Regional-Marketingvereins Münsterland e.V. Seit 1999 unterstützt die Einrichtung Filmschaffende unter anderem mit einer Datenbank für Drehorte, Kontakten zu regionalen Dienstleistern und der Organisation von Filmpremieren.
Während des Rundgangs erinnerte van Bremen auch an die Bedeutung des Hafens als Filmkulisse. In den vergangenen Jahren fanden dort mehrere Dreharbeiten für die bekannten Fernsehproduktionen „Tatort“ und „Wilsberg“ statt. Mit der Kurzfilmwanderung wurde der Hafen nun selbst zum Schauplatz eines öffentlichen Filmerlebnisses.
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