
Münster. Für die bereits angekündigte Kundgebung der AfD in Münster-Coerde steht nun das inhaltliche Motto fest. Unter dem Slogan „Kinderschutz statt Gendergaga“ bewirbt der Kreisverband die Versammlung am kommenden Samstag auf dem Hamannplatz. Die Wortwahl sorgt bereits im Vorfeld für Kritik und zusätzliche Mobilisierung.
Das Motto wurde vom AfD-Kreisverband Münster über soziale Netzwerke veröffentlicht. In begleitenden Beiträgen stellt die Partei einen Zusammenhang zwischen frühkindlicher Bildungsarbeit und dem Schlagwort „Frühsexualisierung“ her. Zugleich richtet sich der Aufruf pauschal gegen eine „links-rot-grüne“ Politik und propagiert eine Rückkehr zu „Normalität“ und „gesundem Menschenverstand“.
Konkrete Inhalte, Programme oder Beispiele, auf die sich die Vorwürfe beziehen, werden in der Ankündigung nicht benannt.
Über die geplante Kundgebung am Hamannplatz im Stadtteil Coerde war bereits berichtet worden. Neu ist nun die öffentliche Festlegung auf ein zugespitztes Motto, das gezielt kulturpolitische Konfliktlinien aufgreift. Laut Anmeldung rechnet der Veranstalter mit bis zu 150 Teilnehmenden. Beginn ist um 10 Uhr.
Als Redner werden unter anderem mehrere AfD-Landtagsabgeordnete sowie parteinahe Akteure angekündigt.
Für den Samstagmorgen ist weiterhin ein Gegenprotest angekündigt. Das Bündnis Keinen Meter den Nazis mobilisiert gemeinsam mit „Coerde ist bunt“ zu einer Gegendemonstration ab 9 Uhr in unmittelbarer Nähe. In Münster rufen zudem Vertreter verschiedener Parteien zur Teilnahme am Gegenprotest auf.
Beobachter gehen davon aus, dass das nun veröffentlichte Motto die Mobilisierung auf beiden Seiten weiter verstärken könnte.
Aufgrund der parallel geplanten Versammlungen ist mit einem größeren Polizeieinsatz im Stadtteil Coerde zu rechnen. Angaben zu konkreten Auflagen oder Verkehrsmaßnahmen lagen zunächst nicht vor. Erfahrungsgemäß werden die Versammlungen räumlich getrennt abgesichert.
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