Nach Münster-Abschied: Felix Genn erhält Schlüsselrolle im Vatikan

Der neue Bischof Münster wird gesucht. Nach dem Rücktritt von Felix Genn beginnt das Wahlverfahren.
© Bistum Münster

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Auch nach seinem Rücktritt als Bischof von Münster bleibt Felix Genn in einer zentralen vatikanischen Schlüsselposition tätig. Papst Leo XIV. hat den emeritierten Münsteraner Oberhirten als Mitglied des Dikasteriums für die Bischöfe bestätigt. Das teilte das vatikanische Presseamt am Samstag mit.

Damit bleibt Genn an einem Gremium beteiligt, das weltweit an der Vorbereitung von Bischofsernennungen mitwirkt.

Bestätigung durch Papst Leo XIV.

Die Entscheidung geht auf Papst Leo XIV. zurück, der Genn in seiner bisherigen Funktion erneut berufen hat. Das Dikasterium für die Bischöfe – früher unter der Bezeichnung „Bischofskongregation“ bekannt – spielt eine zentrale Rolle bei Personalentscheidungen in zahlreichen Ländern.

Besonders bemerkenswert ist die personelle Nähe: Vor seiner Wahl zum Papst leitete Leo XIV. selbst als Kardinal das Dikasterium. In dieser Funktion arbeitete er bereits mit Felix Genn zusammen. Die jüngste Bestätigung unterstreicht damit auch eine gewachsene Zusammenarbeit innerhalb der vatikanischen Leitungsstruktur.

Rücktritt im Bistum Münster im März 2025

Der formale Abschied Genns aus dem Amt des Bischofs von Münster erfolgte im Frühjahr 2025. Papst Franziskus hatte dessen altersbedingten Rücktritt zum 9. März 2025 angenommen. Entsprechende Mitteilungen wurden damals sowohl vom Bistum Münster als auch von der Deutschen Bischofskonferenz veröffentlicht.

Trotz des Endes seiner Amtszeit in Münster bleibt Genn damit weiterhin auf internationaler Ebene kirchenpolitisch eingebunden.

Audienz im Vatikan und personelle Kontinuität

Nach Medienberichten hatte Felix Genn vor wenigen Wochen eine Audienz bei Papst Leo XIV. im Vatikan. Beobachter sehen darin ein Zeichen der fortgesetzten Einbindung in kirchliche Entscheidungsprozesse.

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In derselben Mitteilung des Heiligen Stuhls wurden auch weitere Mitglieder des Dikasteriums bestätigt. Dazu zählen unter anderem Kardinal Kurt Koch sowie der aus dem diplomatischen Dienst stammende Erzbischof Paul Emil Tscherrig.

Gleichzeitig kam es zu personellen Ergänzungen. So wurde etwa die italienische Ordensfrau Simona Brambilla neu in das Gremium aufgenommen.

Bedeutung des Dikasteriums für die Bischöfe

Das Dikasterium für die Bischöfe bereitet Ernennungen von Diözesanbischöfen in vielen Teilen der Welt vor. Es prüft Kandidatenvorschläge, wertet Informationen aus den jeweiligen Ländern aus und unterbreitet dem Papst Empfehlungen. Die endgültige Entscheidung liegt beim Pontifex.

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