Nächster Betrugsfall in Münster: Falscher Bankmitarbeiter erbeutet Geld

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Foto: Markus Spiske

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In Münster ist eine 71-jährige Frau auf die Betrugsmasche „Falscher Bankmitarbeiter“ hereingefallen. Nach Angaben der Polizei begann der Fall am Mittwoch, 25. März 2026, mit einer E-Mail zu einer angeblichen Erneuerung der Banking-App. Darin wurde die Frau aufgefordert, über einen Link persönliche Daten einzugeben. Wenig später folgte ein Anruf, bei dem auf dem Display sogar der Name ihres Bankbetreuers erschien. Tatsächlich handelte es sich laut Polizei um einen Betrüger.

Erst E-Mail, dann Anruf mit vertrauter Anzeige

Besonders auffällig ist die Kombination aus Phishing und Telefonbetrug. Zunächst erhielt die Münsteranerin eine Mail mit einem Link und einer Aufforderung zur Dateneingabe. Rund zwei Stunden später meldete sich dann ein angeblicher Bankmitarbeiter telefonisch. Der Name des echten Bankbetreuers erschien dabei auf dem Display, was den Anruf glaubwürdig wirken ließ. Die Polizei ordnet den Fall als Trickbetrug ein. Offenbar nutzten die Täter sogenanntes Call-ID-Spoofing, also eine manipulierte Rufnummernanzeige.

Betrüger ließen Freigaben in der App bestätigen

Im Gespräch forderte der Anrufer die Frau dazu auf, Eingaben in ihrer Banking-App zu bestätigen und unter anderem das Tageslimit auf mehreren Konten zu erhöhen. Genau dieses Vorgehen ist typisch für solche Fälle. Die Täter setzen ihre Opfer unter Druck und geben vor, ein Sicherheitsproblem lösen zu wollen. Tatsächlich sorgen sie so dafür, dass Betroffene selbst die Voraussetzungen für spätere Abbuchungen schaffen.

Abbuchungen am nächsten Tag entdeckt

Am darauffolgenden Tag bemerkte die 71-Jährige mehrere Abbuchungen auf ihren Konten. Danach erstattete sie Anzeige bei der Polizei. Die Beamten sprechen in ihrer Mitteilung davon, dass Geld erbeutet wurde. Angaben zur genauen Schadenshöhe wurden bisher nicht veröffentlicht.

Polizei Münster warnt vor der Masche

Der Fall zeigt, wie überzeugend Betrüger inzwischen vorgehen. Sie arbeiten nicht nur mit einem einzelnen Anruf, sondern mit mehreren aufeinander abgestimmten Schritten. Die Polizei rät deshalb, keine Links aus unerwarteten Bank-Mails oder SMS anzuklicken, am Telefon keine sensiblen Daten preiszugeben und keine Freigaben in Banking-Apps auf Aufforderung Dritter zu bestätigen. Wer unsicher ist, sollte die eigene Bank immer selbst über die offizielle Rufnummer kontaktieren.

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