Neue Webseite in Münster erinnert an das Schicksal der Zwangsarbeiter

Die Seite „Zwangsarbeit in Münster 1939–1945“ wurde inhaltlich erweitert, gestalterisch modernisiert und technisch verbessert.
Die Webseite des Stadtarchivs „Zwangsarbeit in Münster 1939-1945” wurde inhaltlich überarbeitet und bietet Userinnen und Usern neben einem neuen Look verbesserte Funktionen. ©Stadt Münster / Michael Lyra

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Münster. Zum 81. Jahrestag des Kriegsendes in Münster hat das Stadtarchiv seinen Webauftritt zum Thema Zwangsarbeit grundlegend überarbeitet. Die Seite „Zwangsarbeit in Münster 1939–1945“ wurde inhaltlich erweitert, gestalterisch modernisiert und technisch verbessert. Damit soll ein oft verdrängtes Kapitel der Stadtgeschichte leichter zugänglich werden.

Stadtarchiv macht ein verdrängtes Kapitel neu zugänglich

Zwischen 1939 und 1945 wurden rund 12.000 Menschen nach Münster verschleppt und zur Arbeit gezwungen. Sie waren unter anderem in der Landwirtschaft, auf Baustellen, in Industriebetrieben, in der Verwaltung, bei der Reichsbahn oder bei der Beseitigung von Trümmern eingesetzt. Mit dem überarbeiteten Online-Angebot erinnert das Stadtarchiv an ihr Schicksal und schafft einen digitalen Zugang zu den historischen Hintergründen und individuellen Lebenswegen.

Neue Funktionen sollen Recherche und Zugang erleichtern

Nach Angaben der Stadt wurde die Webseite nicht nur optisch erneuert, sondern auch funktional verbessert. Eine überarbeitete Navigationsstruktur soll die Recherche vereinfachen. Hinzu kommt eine integrierte Übersetzungsfunktion. Sie richtet sich insbesondere an Menschen im Ausland, die nach Spuren von Angehörigen suchen, deren Lebensgeschichte mit der Zwangsarbeit in Münster verbunden ist.

Interaktive Karte und Einzelschicksale auf der Webseite

Inhaltlich gliedert sich die Seite in mehrere Bereiche, darunter „Alltag und Arbeit“, „Überwachung und Gewalt“, „Nach 1945“ und „Chronologie“. Ein eigener Menüpunkt zeigt Unterbringungsorte, Arbeitsplätze und Lager auf einer interaktiven Karte im Stadtgebiet. Unter der Rubrik „Lebenswege“ werden außerdem einzelne Schicksale vorgestellt, die die Lebensbedingungen der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Münster greifbar machen.

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