
Münster. Nordrhein-Westfalen erweitert das Netz der Familiengrundschulzentren deutlich und setzt dabei auch auf Expertise aus Münster. Wie das Schulministerium mitteilt, werden 54 weitere Standorte eingerichtet, während die Landeskoordination beim Institut für soziale Arbeit in Münster die Arbeit der Zentren fachlich begleitet.
Damit wächst die Gesamtzahl der geförderten Einrichtungen auf 108. Ziel ist es, Familien stärker einzubinden und Schulen in herausfordernden Lagen zusätzlich zu unterstützen. Die neuen Zentren entstehen im Rahmen des Startchancen-Programms des Landes.
Für die 108 Familiengrundschulzentren stellt das Land nach eigenen Angaben jährlich rund 5,7 Millionen Euro bereit. Bereits 54 Zentren in 18 Kommunen werden gefördert, viele davon sind an Schulen angesiedelt, die am Startchancen-Programm teilnehmen. Mit den zusätzlichen Standorten soll die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule weiter gestärkt werden.
Die Einrichtungen bieten neben dem Unterricht ergänzende Angebote an, darunter Informationsveranstaltungen zu Erziehungsfragen oder Lernstrategien. Zudem schaffen sie Räume für Austausch, etwa durch Elterncafés oder gemeinsame Aktivitäten. Laut Mitteilung des Ministeriums sollen Eltern dadurch mehr Sicherheit gewinnen und ihre Kinder gezielter unterstützen können. Gleichzeitig sollen Bildungsangebote gebündelt und besser mit dem sozialen Umfeld vernetzt werden, sodass Familien wohnortnah Hilfe erhalten.
Das Startchancen-Programm sieht in Nordrhein-Westfalen Investitionen von rund 4,6 Milliarden Euro über zehn Jahre vor. Ein Schwerpunkt liegt auf der Schul- und Unterrichtsentwicklung, außerdem wird die Einbindung außerschulischer Partner gestärkt. Mit dem Ausbau der Familiengrundschulzentren verknüpft das Land diese Ziele enger miteinander.
Kommunen können die Einrichtung neuer Familiengrundschulzentren zu zwei Terminen im Schuljahr 2026 und 2027 beantragen. Antragsberechtigt sind Städte und Gemeinden, in denen mindestens zwei Offene Ganztagsgrundschulen am Startchancen-Programm teilnehmen. Für einen Start zum 1. August 2026 endet die Frist am 30. April 2026. Soll ein Zentrum zum 1. Februar 2027 eröffnet werden, ist der Antrag bis zum 1. Oktober 2026 einzureichen.
Begleitet werden die Zentren durch eine Landeskoordination beim Institut für soziale Arbeit in Münster, die vom Schulministerium finanziert wird. Diese unterstützt die kommunalen Koordinatorinnen und Koordinatoren fachlich und sorgt dafür, dass die Angebote an den jeweiligen Bedarf vor Ort angepasst werden. Dadurch soll die Qualität der Arbeit gesichert und der Austausch zwischen den Standorten gefördert werden.
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