
Aachen/Münster. Der SC Preußen Münster hat am Sonntagabend eine bittere Niederlage in der 3. Liga hinnehmen müssen. Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Halbzeit unterlagen die Adlerträger bei Alemannia Aachen mit 1:2. Vor 22.313 Zuschauern am Tivoli brachten zwei defensive Fehler die Münsteraner ins Hintertreffen. Der späte Anschlusstreffer von Montell Ndikom konnte die Niederlage nicht mehr verhindern.
Die letzte Partie am 12. Spieltag begann mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Bereits in der vierten Minute traf Aachens Louis Köster aus kurzer Distanz das Lattenkreuz. Wenig später hatte Babis Makridis die Chance, die Gäste in Führung zu bringen. Nach einem Steckpass von Joshua Mees setzte er sich gegen seinen Gegenspieler durch, scheiterte jedoch aus spitzem Winkel am Aachener Torhüter Manuel Riemann. Praktisch im Gegenzug schlug die Alemannia zu. Nach einem Pass von Mehdi Loune tauchte Mika Schroers frei vor Preußen-Keeper Matthis Harsman auf und erzielte in der 15. Minute das 1:0.
Der Rückstand brachte die Mannschaft von Trainer Thomas Wörle zunächst nicht aus dem Konzept, allerdings fehlte es im Angriff häufig an der nötigen Präzision. Niko Koulis und Felix Higl verpassten mit ihren Abschlüssen den Ausgleich, während auch Aachen weitere Möglichkeiten herausspielte. Kurz vor der Pause folgte der nächste Rückschlag für die Münsteraner. Nach einem Ballverlust setzte sich da Silva Kiala gegen mehrere Verteidiger durch und erhöhte in der 42. Minute auf 2:0.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein anderes Bild. Preußen Münster gegen Alemannia Aachen entwickelte sich zunehmend zu einer Partie, in der die Gäste das Spiel bestimmten und auf den Anschlusstreffer drängten. Louis Kolbe verfehlte das Tor mit einem Distanzschuss nur knapp. Wenig später musste Aachens Torhüter Manuel Riemann sein ganzes Können zeigen, um einen Kopfball von Romario Rösch aus kurzer Entfernung abzuwehren. Die Münsteraner erspielten sich weitere Möglichkeiten, konnten ihre Überlegenheit zunächst aber nicht in Tore ummünzen.
In der 73. Minute gab es zudem zwei erfreuliche Personalien für den SCP. Malik Batmaz und Marvin Schulz feierten ihre Comebacks und sollten in der Schlussphase für zusätzliche Impulse sorgen. Allerdings erschwerte eine Gelb-Rote Karte gegen Tim Dietrich die Aufholjagd. Trotz Unterzahl blieb Münster gefährlich und belohnte sich in der 90. Minute durch den eingewechselten Montell Ndikom mit dem Anschlusstreffer. Für den Ausgleich reichte es anschließend nicht mehr.
Nach dem Abpfiff zeigte sich Preußen-Trainer Thomas Wörle enttäuscht über das Ergebnis, hob zugleich aber die Leistung seiner Mannschaft hervor. „Für uns fühlt es sich nicht nach einer verdienten Niederlage an“, erklärte der Coach. Besonders die vergebene Führungschance in der Anfangsphase und die mangelnde Präzision bei den eigenen Angriffen hätten den Spielverlauf beeinflusst.
Mit der Reaktion nach der Halbzeit war Wörle dagegen zufrieden. Seine Mannschaft habe mutiger agiert, mehr Druck aufgebaut und sich zahlreiche Torchancen erspielt. „Das war ein leidenschaftlicher und mutiger Auftritt, der leider nicht belohnt wurde“, sagte der Trainer.
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