
Münster. Das Schloßtheater Münster ist als erstes „Fairtrade-Kino“ Deutschlands ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung ist Teil eines neuen Pilotprojekts der Steuerungsgruppe „Fairtrade-Stadt Münster“, die das Thema Fairer Handel auf weitere Einrichtungen ausweiten will.
Die Urkunde überreichte Michael Radau, Sprecher der Steuerungsgruppe. Da es bislang kein bundesweit etabliertes Kriterienmodell speziell für Fairtrade-Kinos gibt, entwickelte die Münsteraner Gruppe nach eigenen Angaben eigene Anforderungen in Abstimmung mit Fairtrade Deutschland.
Zu den Kriterien gehören mindestens fünf fair gehandelte Speisen oder Getränke im Angebot. Außerdem soll das Kino mit Spots, Hinweisen im Gebäude und auf der Website über Fairtrade informieren und sich an Aktionen rund um die Faire Woche beteiligen.
Andreas Kretzler, der im operativen Bereich der Münsteraner Filmtheater tätig ist, kündigte an, das Engagement für den Fairen Handel im Schloßtheater weiter auszubauen.
Nach zwei Jahren soll geprüft werden, wie sich die Kriterien in der Praxis bewähren. Anschließend könnten sie weiterentwickelt werden. Die Steuerungsgruppe hofft zudem, dass sich weitere Kinos und Einrichtungen dem Modell anschließen.
Münster trägt bereits seit 2011 den Titel Fairtrade-Stadt. Die Auszeichnung wurde zuletzt 2025 für weitere zwei Jahre bestätigt. Das neue Kino-Projekt knüpft damit an das langjährige Engagement der Stadt für fair gehandelte Produkte an.
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