
Erstmals seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ist wieder eine israelische Schülergruppe in Münster zu Besuch. 24 Jugendliche aus der Partnerstadt Rishon LeZion sowie aus der Gemeinde Kaabiye waren seit dem 9. Februar am Gymnasium Paulinum zu Gast. Der Austausch stand ganz im Zeichen von Kunst, Begegnung und interreligiösem Dialog.
Organisiert wurde der Aufenthalt gemeinsam vom Gymnasium Paulinum und dem Büro Internationales der Stadt Münster. Unterstützt wurde das Projekt von den beteiligten Kommunen sowie durch Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen.
Ausgangspunkt der Begegnung war das Kunstprojekt „Between Fences“ der Stadt Rishon LeZion. Über dieses Projekt kam das Paulinum im vergangenen Jahr erstmals mit dem Gymnasium Gan Nahum in Rishon LeZion und der Tomashin Highschool in Kaabiye in Kontakt.
Bereits im Vorfeld hatten die Schülerinnen und Schüler virtuell zusammengearbeitet. Sie setzten sich künstlerisch mit physischen, politischen und persönlichen Grenzen auseinander. Ziel war es, den interreligiösen Austausch zwischen Christen, Juden und Muslimen zu stärken.
Während in Rishon LeZion überwiegend jüdische Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden und Hebräisch die Unterrichtssprache ist, handelt es sich bei Kaabiye um eine von Beduinen gegründete Gemeinde mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung und arabischer Unterrichtssprache. Gerade diese unterschiedlichen kulturellen Hintergründe machten den Austausch besonders.
In Münster trafen die Jugendlichen nun erstmals persönlich aufeinander. Unter dem Projekttitel „Building Bridges“ arbeiteten sie gemeinsam in Kunstworkshops, die von deutschen und israelischen Lehrkräften begleitet wurden. Dabei entstanden Werke, die symbolisch Brücken zwischen Religionen, Nationen und Sprachen schlagen sollten.
Neben der kreativen Arbeit stand auch das Kennenlernen der Stadt auf dem Programm. Die Gruppe besuchte unter anderem den Friedenssaal im Historischen Rathaus – ein Ort, der wie kaum ein anderer für Dialog und Verständigung steht.
Nach Einschätzung der Organisatoren habe der Austausch gezeigt, wie interkulturelle Begegnung im schulischen Kontext gelingen könne. Auch die Schulleitung des Paulinums betonte die Bedeutung solcher Projekte für eine friedliche Zukunft.
Der Besuch wurde durch das Engagement der beteiligten Schulen sowie durch die Städte Münster, Rishon LeZion und Kaabiye ermöglicht. Das Büro Internationales der Stadt Münster koordinierte gemeinsam mit dem Paulinum den Austausch. Gefördert wurde das Projekt durch Engagement Global aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen.
Am 12. Februar reisen die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Begleitpersonen zurück nach Israel – mit neuen Eindrücken und persönlichen Kontakten im Gepäck.
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