
Münster. Seit dem Sommer ist die St.-Margareta-Kirche am Hegerskamp an der Wolbecker Straße in Münster nicht mehr zugänglich. Nun steht fest: An eine kurzfristige Wiederöffnung ist nicht zu denken. Neue Gutachten zeigen, dass das Gebäude gravierende statische Probleme aufweist – mit weitreichenden Folgen für die Gemeinde.
Auslöser der Sperrung im Juli waren Prüfungen, bei denen erhebliche Zweifel an der Stabilität des Daches festgestellt wurden. In den vergangenen Monaten haben Bauingenieure und Statiker die Konstruktion erneut und umfassend untersucht. Das Ergebnis ist eindeutig: Das Dach der 62 Jahre alten Kirche ist insgesamt nicht mehr tragfähig.
Betroffen ist nicht nur der bereits stark abgestützte Bereich über dem Altarraum. Auch die mittleren und hinteren Dachflächen sowie seitliche Bauteile weisen gravierende statische Defizite auf. Die Tragfähigkeit des gesamten Dachsystems gilt damit als eingeschränkt.
Nach Einschätzung der Fachleute ist eine Reparatur des Daches praktisch nicht möglich. Auch eine abschnittsweise Sanierung scheidet aus. Für eine erneute Nutzung des Kirchenraums wäre ein vollständiger Neubau des Daches notwendig. Damit ist klar, dass die Kirche auf absehbare Zeit nicht genutzt werden kann.
Die Kirchengemeinde St. Mauritz hat diese Einschätzung inzwischen auch offiziell bestätigt. In einer Mitteilung auf ihrer Homepage heißt es, dass die Kirche bis auf Weiteres geschlossen bleibt.
Für das Gemeindeleben bedeutet die Sperrung deutliche Einschnitte. Die Sonntagsmessen werden derzeit im Saal des Pfarrheims gefeiert. Weitere Veranstaltungen und kirchliche Angebote mussten verlegt oder angepasst werden.
Parallel zur akuten Gebäudefrage beschäftigen sich Kirchenvorstand und Immobilienausschuss mit grundsätzlichen Überlegungen zur Zukunft der kirchlichen Gebäude. Für die gesamte Pfarrei wird derzeit ein neues Liegenschaftskonzept erarbeitet, in das auch die Situation der St.-Margareta-Kirche einfließt.
Weitere Informationen zum Stand der Überlegungen und möglichen Perspektiven sollen beim Neujahrsempfang der Gemeinde am 18. Januar vorgestellt werden.
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