
Münster. Vier junge Sternsingerinnen aus Münster haben kurz vor dem Jahreswechsel eine besondere Aufgabe übernommen. Sie nahmen stellvertretend für das Bistum Münster den sogenannten Staffelstern der Aktion Dreikönigssingen entgegen. Damit rückt Münster bereits ein Jahr vor der bundesweiten Eröffnung 2027 in den Fokus der größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit.
Die Übergabe des Staffelsterns fand im Freiburger Münster statt. Dort wurde Ende Dezember 2025 die bundesweite Eröffnung der 68. Aktion Dreikönigssingen gefeiert. Rund 1.000 Sternsingerinnen und Sternsinger aus ganz Deutschland waren zu diesem Anlass zusammengekommen. Die vier Mädchen aus der Pfarrei St. Joseph Münster-Süd vertraten das Bistum Münster als „königliche Delegierte“.
Der Staffelstern begleitet die bundesweiten Eröffnungsfeiern der Aktion Dreikönigssingen seit dem Jahr 2017. Er wandert jeweils im Vorfeld durch das gastgebende Bistum und macht auf Anliegen und Inhalte der Aktion aufmerksam. Zuvor war der Stern im Erzbistum Freiburg unterwegs, wo ihn Sternsinger aus der Seelsorgeeinheit Oberhausen-Philippsburg übergaben. Die zehn Zacken des Sterns tragen Plaketten mit den Daten früherer Eröffnungsorte und dokumentieren die Kontinuität der Aktion.
Für das Bistum Münster hat der Staffelstern eine besondere Bedeutung. Am 29. Dezember 2026 richtet das Bistum die bundesweite Eröffnung der 69. Aktion Dreikönigssingen 2027 aus. Damit ist Münster bundesweit im Blick. Die Ausrichtung bringt nicht nur organisatorische Verantwortung auf Bistumsebene mit sich, sondern auch eine stärkere Einbindung der lokalen Pfarreien und eine erhöhte öffentliche Aufmerksamkeit für die Region.
Die laufende 68. Aktion steht unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Im Mittelpunkt stehen Kinderrechte, insbesondere der Schutz von Kindern und ihr Recht auf Bildung. Das Thema knüpft an internationale Debatten über globale Lieferketten, Kinderarbeit und Bildungsgerechtigkeit an und ist damit auch gesellschaftspolitisch relevant.
Die Aktion Dreikönigssingen gilt als größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit. Träger sind das Kindermissionswerk Die Sternsinger und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend. Seit dem Start im Jahr 1959 wurden mehr als 1,4 Milliarden Euro gesammelt. Die Spendengelder fließen in Projekte für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa, unter anderem in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Ernährung, Kinderschutz und Nothilfe. Jährlich beteiligen sich rund 300.000 Sternsingerinnen und Sternsinger in Deutschland an der Aktion.