
Münster. In der Münsteraner Innenstadt ist ein 18-Jähriger am Freitagnachmittag vor einem Schnellrestaurant an der Ludgeristraße von einer Gruppe Jugendlicher bedroht und zur Herausgabe einer Flasche Alkohol gezwungen worden. Nach Angaben der Polizei hielten die Tatverdächtigen dem Mann aus Lotte dabei eine täuschend echt wirkende Schusswaffenattrappe vor. Die Polizei konnte die Gruppe kurz darauf stellen.
Nach bisherigen Erkenntnissen begann der Vorfall am 27. März gegen 16.25 Uhr zunächst mit einer verbalen Auseinandersetzung zwischen dem 18-Jährigen und mehreren Jugendlichen. Im Verlauf des Streits zog einer aus der Gruppe eine echt aussehende Waffe und richtete sie auf den Kopf des Mannes. Anschließend forderten die Jugendlichen ihn auf, seine Wodka-Flasche herauszugeben. Der 18-Jährige übergab die Flasche, woraufhin die Gruppe in Richtung Engelenschanzenpark flüchtete.
Zeugen beobachteten die Situation und verständigten die Polizei. Der 18-Jährige nahm zusammen mit Freunden die Verfolgung der Gruppe auf und sprach die Tatverdächtigen wenig später erneut an. Kurz darauf trafen Einsatzkräfte ein und kontrollierten die Beteiligten. Dabei stellten die Beamten auch die Waffe sicher, die sich später als Schusswaffenattrappe herausstellte.
Bei den Tatverdächtigen handelt es sich laut Polizei um vier junge Männer beziehungsweise Jugendliche im Alter von 15, 16, 16 und 19 Jahren. Nach Abschluss der ersten Maßnahmen wurden die Minderjährigen an ihre Erziehungsberechtigten übergeben. Gegen die Gruppe wurden Strafverfahren eingeleitet.
Die Ermittlungen richten sich unter anderem wegen räuberischer Erpressung, Bedrohung und eines Verstoßes gegen das Waffengesetz gegen die Tatverdächtigen. Der Fall zeigt, wie schnell Auseinandersetzungen im öffentlichen Raum eskalieren können, wenn dabei täuschend echt wirkende Waffen eingesetzt werden. Für Passanten und Betroffene ist in solchen Situationen oft zunächst nicht erkennbar, ob von einer Waffe tatsächlich eine unmittelbare Gefahr ausgeht.
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