ULB Münster reagiert auf Lernplatz-Engpass: 155 neue Arbeitsplätze geplant

Die ULB Münster erweitert ihr Platzangebot: 155 neue Arbeitsplätze entstehen ab März. Bauarbeiten laufen bis Jahresende bei geöffnetem Betrieb.
Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster stößt insbesondere zum Ende des Semesters regelmäßig an ihre Kapazitätsgrenzen. Wer in der Klausurenphase einen der 936 Arbeitsplätze in der Zentralbibliothek ergattern möchte, muss mitunter Geduld mitbringen. Vor allem am Wochenende bilden sich zeitweise Schlangen vor dem Eingang. Nun reagiert die Universität mit einem umfassenden Umbau: Ab März entstehen 155 zusätzliche Lernplätze. Hoher Andrang zum Semesterende In Prüfungszeiten steigt der Bedarf an ruhigen Lernorten deutlich. Die Zentralbibliothek ist dann stark frequentiert. Um die Situation zu entschärfen, wurden die Öffnungszeiten in Klausurphasen bereits verlängert. Zusätzlich können Arbeitsplätze im Voraus reserviert werden. Ein digitaler Platzticker informiert fortlaufend über die aktuelle Auslastung der Bibliothek. Studierende können so Stoßzeiten besser einschätzen und ihren Besuch planen. Reservierungen sind bis zu drei Tage im Voraus möglich. Wird ein gebuchter Platz nicht innerhalb von 15 Minuten nach Beginn des Zeitfensters genutzt, verfällt die Reservierung automatisch. Darüber hinaus verweist die Universität auf weitere Lernorte in den Bibliotheken der Fakultäten, die insbesondere während stark frequentierter Phasen als Alternative dienen können. Umbau startet im März Ab Anfang beziehungsweise Mitte März beginnen die Bauarbeiten in der ULB. Insgesamt sollen 155 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Die Fertigstellung ist für das Jahresende vorgesehen. Ein bislang wenig genutzter Raum im Erdgeschoss, das frühere Lehrbuch-Magazin, wird zu einem großzügigen Gruppenarbeitsbereich umgebaut. Dort sollen künftig rund 130 Personen gemeinsam arbeiten können. Ergänzt wird das Angebot durch zwei separat buchbare Gruppenräume sowie einen Schulungsraum für etwa 20 Teilnehmende. Neues Foyer mit Kaffeebar und Empore Auch das Foyer erhält ein neues Konzept. Spinde und Infostand weichen einer Kaffeebar, die als zusätzlicher Treffpunkt neben dem bestehenden Bistro Oeconomicum dienen soll. Darüber hinaus entsteht im Eingangsbereich eine Empore mit rund 25 Einzelarbeitsplätzen. Eine neue Ausleihtheke sowie barrierefreie und genderneutrale Sanitäranlagen sind ebenfalls Teil der Modernisierung. Kleinere bauliche Anpassungen ergänzen das Maßnahmenpaket. Baukosten und Finanzierung Für das Gesamtprojekt sind Investitionen in Höhe von rund 3,7 Millionen Euro vorgesehen. Den Großteil der Summe, etwa 90 Prozent, trägt das nordrhein-westfälische Ministerium für Kultur und Wissenschaft. Den verbleibenden Anteil übernimmt die Universität. Bibliothek bleibt geöffnet – Baulärm möglich Während der Bauphase bleibt die ULB grundsätzlich zugänglich. Allerdings ist bis Ende 2026 mit zeitweiligem Baulärm zu rechnen. Besonders zu Beginn der Arbeiten, wenn Abbruchmaßnahmen anstehen, dürfte die Geräuschbelastung höher ausfallen. Empfohlen wird, wenn möglich, Lernzeiten in die Abendstunden nach 17 Uhr oder auf Wochenenden zu legen, da die Bauarbeiten in diesen Zeiträumen in der Regel ruhen. Mit dem Ausbau reagiert die Universität auf den anhaltend hohen Bedarf an Lernplätzen. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu steigern und zusätzliche Kapazitäten für Einzel- und Gruppenarbeit zu schaffen.

Teilen:

Münster. Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster stößt insbesondere zum Ende des Semesters regelmäßig an ihre Kapazitätsgrenzen. Wer in der Klausurenphase einen der 936 Arbeitsplätze in der Zentralbibliothek ergattern möchte, muss mitunter Geduld mitbringen. Vor allem am Wochenende bilden sich zeitweise Schlangen vor dem Eingang. Nun reagiert die Universität mit einem umfassenden Umbau: Ab März entstehen 155 zusätzliche Lernplätze in der ULB.

Lernplätze in der ULB: Hoher Andrang zum Semesterende

In Prüfungszeiten steigt der Bedarf an ruhigen Lernorten deutlich. Die Zentralbibliothek ist dann stark frequentiert. Um die Situation zu entschärfen, wurden die Öffnungszeiten in Klausurphasen bereits verlängert. Zusätzlich können Arbeitsplätze im Voraus reserviert werden.

Ein digitaler Platzticker informiert fortlaufend über die aktuelle Auslastung der Bibliothek. Studierende können so Stoßzeiten besser einschätzen und ihren Besuch planen. Reservierungen sind bis zu drei Tage im Voraus möglich. Wird ein gebuchter Platz nicht innerhalb von 15 Minuten nach Beginn des Zeitfensters genutzt, verfällt die Reservierung automatisch.

Darüber hinaus verweist die Universität auf weitere Lernorte in den Bibliotheken der Fakultäten, die insbesondere während stark frequentierter Phasen als Alternative dienen können.

Umbau startet im März

Ab Anfang beziehungsweise Mitte März beginnen die Bauarbeiten in der ULB. Insgesamt sollen 155 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Die Fertigstellung ist für das Jahresende vorgesehen.

Ein bislang wenig genutzter Raum im Erdgeschoss, das frühere Lehrbuch-Magazin, wird zu einem großzügigen Gruppenarbeitsbereich umgebaut. Dort sollen künftig rund 130 Personen gemeinsam arbeiten können. Ergänzt wird das Angebot durch zwei separat buchbare Gruppenräume sowie einen Schulungsraum für etwa 20 Teilnehmende.

Neues Foyer mit Kaffeebar und Empore

Auch das Foyer erhält ein neues Konzept. Spinde und Infostand weichen einer Kaffeebar, die als zusätzlicher Treffpunkt neben dem bestehenden Bistro Oeconomicum dienen soll.

Das lesen andere gerade

Darüber hinaus entsteht im Eingangsbereich eine Empore mit rund 25 Einzelarbeitsplätzen. Eine neue Ausleihtheke sowie barrierefreie und genderneutrale Sanitäranlagen sind ebenfalls Teil der Modernisierung. Kleinere bauliche Anpassungen ergänzen das Maßnahmenpaket.

Baukosten und Finanzierung

Für das Gesamtprojekt sind Investitionen in Höhe von rund 3,7 Millionen Euro vorgesehen. Den Großteil der Summe, etwa 90 Prozent, trägt das nordrhein-westfälische Ministerium für Kultur und Wissenschaft. Den verbleibenden Anteil übernimmt die Universität.

Bibliothek bleibt geöffnet – Baulärm möglich

Während der Bauphase bleibt die ULB grundsätzlich zugänglich. Allerdings ist bis Ende 2026 mit zeitweiligem Baulärm zu rechnen. Besonders zu Beginn der Arbeiten, wenn Abbruchmaßnahmen anstehen, dürfte die Geräuschbelastung höher ausfallen.

Empfohlen wird, wenn möglich, Lernzeiten in die Abendstunden nach 17 Uhr oder auf Wochenenden zu legen, da die Bauarbeiten in diesen Zeiträumen in der Regel ruhen.

Mit dem Ausbau reagiert die Universität auf den anhaltend hohen Bedarf an Lernplätzen. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu steigern und zusätzliche Kapazitäten für Einzel- und Gruppenarbeit zu schaffen.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu