Jetzt beginnt die Wespen-Hochsaison in Münster

Wespenzeit in Münster: Warum sie uns jetzt besonders nahe kommen
© Roman Eisele / CC BY-SA 4.0 / via Wikimedia Commons. Titel: „Waldenbuch – Museum Ritter – Schwäbischer Apfelkuchen mit Wespen (1)“ Link: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Waldenbuch_-_Innenstadt_-_Museum_Ritter_-_Schw%C3%A4bischer_Apfelkuchen_mit_Wespen_(1).jpg

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Münster. Kuchen auf der Terrasse, ein Eis unterwegs oder die Limonade im Biergarten: Die Wespenzeit macht sich auch in Münster im August besonders bemerkbar. Vor allem zwei Wespenarten interessieren sich jetzt verstärkt für menschliche Lebensmittel. Doch hinter dem scheinbar plötzlichen Auftauchen steckt ein natürlicher Jahresrhythmus.

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Wespen erreichen im August den Höhepunkt ihrer Saison

Viele Wespenvölker haben im August ihre größte Stärke erreicht. Während eine Königin im Frühjahr zunächst allein ein neues Nest gründet, wächst das Volk anschließend über mehrere Monate. Nach Angaben des Naturschutzbundes Deutschland können große Völker der Deutschen oder Gemeinen Wespe schließlich mehrere Tausend Tiere umfassen.

Deshalb nimmt auch die Zahl der Arbeiterinnen zu, die außerhalb des Nestes nach Nahrung suchen. Besonders sichtbar wird das dort, wo Menschen essen und trinken. Allerdings interessieren sich längst nicht alle Wespenarten für den gedeckten Tisch. Vor allem die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe gelten als typische Besucher von Terrassen, Biergärten und Picknickplätzen.

Gleichzeitig verändert sich gegen Ende des Sommers das Nahrungsangebot für die Tiere. Während der Aufzucht der Larven benötigen die Völker viel Eiweiß. Deshalb jagen Wespen unter anderem Fliegen, Mücken oder andere Insekten. Später steigt jedoch ihr Bedarf an schnell verfügbarer Energie. Zuckerhaltige Lebensmittel werden dann besonders interessant.

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Kuchen, Eis, reifes Obst oder Limonade ziehen die Tiere deshalb häufig an. Auch Fleisch kann für Wespen interessant sein. Die besonders auffällige Phase beginnt meist im August und dauert häufig bis in den September. Bei warmem Wetter können einzelne Völker allerdings noch deutlich länger aktiv bleiben.

Ob 2026 tatsächlich außergewöhnlich viele Wespen unterwegs sind, lässt sich derzeit nicht pauschal für ganz Deutschland sagen. Regionale Wetterbedingungen spielen bei der Entwicklung der Völker eine wichtige Rolle. Aussagen über eine allgemeine „Wespenplage“ sind deshalb ohne lokale Zahlen mit Vorsicht zu betrachten.

Was während der Wespen-Hochsaison wirklich hilft

Wer während der Wespen-Hochsaison in Münster draußen isst, kann Konflikte mit einfachen Maßnahmen vermeiden. Lebensmittel sollten möglichst abgedeckt werden. Besonders bei süßen Getränken ist Vorsicht sinnvoll, weil eine Wespe unbemerkt in Gläser, Flaschen oder Dosen gelangen kann.

Hektische Bewegungen helfen dagegen nicht. Fachleute empfehlen, nicht nach den Tieren zu schlagen. Auch das Anpusten sollte vermieden werden. Das Kohlendioxid in der Atemluft kann von Wespen als Warnsignal wahrgenommen werden. Wer ruhig bleibt, reduziert deshalb die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Tier bedroht fühlt.

Wespen greifen Menschen normalerweise nicht gezielt an. Besonders empfindlich reagieren sie jedoch in der Nähe ihres Nestes. Dort verteidigen die Arbeiterinnen ihr Volk. Deshalb sollten Einfluglöcher weder verschlossen noch Nester eigenständig beschädigt werden.

Auch Wespenfallen sind keine gute Lösung. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass wildlebende Wespen grundsätzlich unter dem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes stehen. Tiere dürfen deshalb nicht ohne vernünftigen Grund gefangen, verletzt oder getötet werden.

Zudem erfüllen Wespen wichtige Aufgaben im Ökosystem. Sie fangen zahlreiche andere Insekten und tragen damit zur natürlichen Regulierung verschiedener Arten bei. Gleichzeitig besuchen sie Blüten und leisten so ebenfalls einen Beitrag zur Bestäubung.

Gerade während der Wespenzeit in Münster lohnt sich deshalb ein möglichst ruhiger Umgang mit den Tieren. Häufig verschwindet der unerwünschte Gast bereits wieder, sobald keine attraktive Nahrung erreichbar ist.

Wespennest in Münster: Entfernen ist nicht immer erlaubt

Ein Wespennest am Haus bedeutet nicht automatisch, dass es beseitigt werden muss. Viele Nester können bis zum Ende der Saison bestehen bleiben, wenn von ihnen keine unmittelbare Gefahr ausgeht. Das jeweilige Wespenvolk stirbt im Herbst ohnehin ab. Lediglich die jungen Königinnen überwintern an geschützten Orten und gründen im folgenden Frühjahr neue Staaten.

Problematischer kann ein Nest beispielsweise an stark genutzten Hauseingängen, unmittelbar an Fenstern oder in Rollladenkästen werden. Trotzdem sollten Eigentümer und Bewohner nicht selbst zu Gift oder Werkzeug greifen. Neben dem Verletzungsrisiko spielen auch die Artenschutzregeln eine Rolle.

Die Stadt Münster weist im Zusammenhang mit dem Artenschutz ebenfalls auf mögliche Konflikte mit Wespen- und Hornissennestern hin. Bei einem problematischen Wespennest in Münster kann deshalb eine fachliche Beratung sinnvoll sein. Je nach Art und Lage muss geprüft werden, ob eine Entfernung oder Umsiedlung überhaupt zulässig und notwendig ist.

Besondere Vorsicht gilt zudem für Menschen mit einer bekannten Insektengiftallergie. Ein Stich verursacht bei den meisten Menschen zwar vor allem Schmerzen, Rötungen und Schwellungen. Allergische Reaktionen können allerdings deutlich schwerer verlaufen. Auch Stiche im Mund- und Rachenraum können gefährlich werden.

Damit ist die auffällige Wespenzeit im August vor allem ein saisonales Phänomen. Die Zahl der Tiere steigt zunächst über Monate an. Gleichzeitig suchen viele Arbeiterinnen gegen Ende des Sommers verstärkt nach zuckerreicher Nahrung. Genau diese Kombination sorgt dafür, dass Wespen in Münster derzeit besonders häufig am Esstisch auftauchen.

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