Wie gut ist Münster wirklich für Radfahrer? Jetzt zählt jede Meinung

Wie sicher sind Münsters Radwege? Beim ADFC-Fahrradklima-Test 2026 können Radfahrer bis Ende November abstimmen. Erstmals auch Kinder.
Foto: Stadt Münster / Patrick Schulte

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Münster gilt als eine der fahrradfreundlichsten Großstädte Deutschlands. Doch wie sicher fühlen sich Radfahrer tatsächlich auf den Straßen? Sind die Radwege breit genug und wo gibt es besonders große Probleme? Beim ADFC-Fahrradklima-Test 2026 können die Menschen in Münster ihre Erfahrungen teilen und die Bedingungen für Radfahrer bewerten. Erstmals dürfen auch Kinder und Jugendliche in einer eigenen Umfrage ihre Meinung abgeben. Bis zum 30. November ist die Teilnahme möglich.

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Fahrradklima-Test in Münster: Sicherheit und Komfort im Fokus

Bereits zum zwölften Mal führt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) seine bundesweite Befragung durch. Dabei geht es unter anderem um das Sicherheitsgefühl im Straßenverkehr, den Zustand und die Breite der Radwege sowie die alltägliche Nutzung des Fahrrads. Die Antworten sollen zeigen, wo Verbesserungen notwendig sind.

Besonders interessant ist in diesem Jahr die neue Befragung für Kinder und Jugendliche. Sie erleben den Straßenverkehr häufig anders als Erwachsene und sind beispielsweise auf dem Schulweg auf sichere Radverbindungen angewiesen. Der ADFC möchte deshalb gezielt erfahren, welche Schwierigkeiten junge Menschen beim Radfahren haben und was sich aus ihrer Sicht ändern müsste.

Münster war Spitzenreiter, doch es gibt weiterhin Probleme

Beim letzten Fahrradklima-Test im Jahr 2024 belegte Münster erneut den ersten Platz unter den deutschen Städten mit 200.000 bis 500.000 Einwohnern. Allerdings zeigte die Befragung auch deutliche Schwächen. Die Sicherheit beim Radfahren erhielt lediglich die Note 3,7, der Komfort wurde mit 3,6 bewertet.

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Die Stadt arbeitet seitdem an verschiedenen Verbesserungen. Im Jahr 2025 wurde beispielsweise die Fahrradstraße Wilhelmstraße fertiggestellt. Mit dem Hessenweg und der Kötterstraße entstanden zudem die ersten Fahrradstraßen der Kategorie Basis. Auf dem Lütkenbecker Weg und dem Lindberghweg ist der Kfz-Durchgangsverkehr seit September untersagt.

Auch das Kopfsteinpflaster steht im Fokus. Im Hansaviertel testet die Stadt ein spezielles Schleifverfahren namens Grinding, das die Oberfläche alter Pflastersteine ebener machen soll. Ob sich diese Methode langfristig bewährt, wird noch untersucht.

Weitere Fahrradstraßen und neue Verbindungen geplant

Für die kommenden Jahre sind zusätzliche Verbesserungen im Radverkehrsnetz vorgesehen. Auf der Veloroute zwischen Telgte und Münster soll unter anderem die Querung des Rings zwischen Bohlweg und Dieckstraße verbessert werden.

Außerdem plant die Stadt, die Piusallee zwischen Niedersachsenring und Hohem Heckenweg zu einer Fahrradstraße Plus auszubauen. Eine weitere Geh- und Radwegeverbindung soll auf der Gleistrasse zwischen Kanalstraße und dem Bahnhof Zentrum Nord entstehen.

Umfrage läuft bis Ende November: Ergebnisse im Frühjahr 2027

Die Teilnahme am ADFC-Fahrradklima-Test dauert etwa zehn Minuten und umfasst 27 Fragen. Interessierte können noch bis zum 30. November 2026 online mitmachen. Der Zugang zur Befragung ist auch über die Internetseite der Stadt Münster im Bereich Verkehrsplanung zu finden.

Wie Münster im bundesweiten Vergleich abschneidet, wird sich im Frühjahr 2027 zeigen. Dann veröffentlicht der ADFC die Ergebnisse und das neue Ranking der fahrradfreundlichsten Städte.

Bei der vorherigen Befragung im Jahr 2024 beteiligten sich bundesweit rund 213.000 Menschen, darunter knapp 2.700 aus Münster. Der Fahrradklima-Test 2026 wird vom Bundesministerium für Verkehr gefördert.

 

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