Wildtier gefunden? Das ist jetzt wichtig

Wildtier gefunden in Münster: So handeln Sie richtig
Symbolbild: unsplash

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Münster. Ein Wildtier in Münster oder im Umland entdeckt und unsicher, was zu tun ist? Immer wieder werden Spaziergängerinnen und Spaziergänger mit scheinbar hilflosen Jungtieren konfrontiert, obwohl in vielen Fällen kein Eingreifen erforderlich ist.

Nach den landesweiten Empfehlungen des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen gilt zunächst: Ruhe bewahren und aus sicherer Entfernung beobachten. Erst wenn konkrete Anzeichen für eine Verletzung oder eine Gefahrenlage vorliegen, sollten weitere Schritte eingeleitet werden.

Gesund wirkendes Tier in Münster: Meist kein Handlungsbedarf

Wirkt ein Wildtier aufmerksam und zeigt keine sichtbaren Verletzungen, besteht in der Regel kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Gerade Jungtiere werden von ihren Muttertieren bewusst abgelegt, damit Fressfeinde nicht auf sie aufmerksam werden. Die Mutter kehrt meist erst dann zurück, wenn Menschen die Umgebung wieder verlassen haben und Ruhe eingekehrt ist.

Ein Rehkitz im hohen Gras ist daher häufig nicht verlassen. Auch ein Junghase am Feldrand wird nur wenige Male täglich gesäugt, damit keine Beutegreifer angelockt werden. Selbst ein Fuchswelpe benötigt in der Regel keine Hilfe, solange er nicht über längere Zeit orientierungslos wirkt oder offensichtlich krank erscheint.

Entscheidend ist deshalb, Abstand zu halten und das Tier nicht anzufassen. Fachleute betonen, dass menschlicher Geruch oder direkter Kontakt erheblichen Stress auslösen können. Zudem kann es vorkommen, dass Elterntiere ihren Nachwuchs nicht mehr annehmen, wenn dieser intensiv nach Mensch riecht. Wer ein gesund wirkendes Tier entdeckt, sollte die Umgebung ruhig verlassen, damit die Mutter zurückkehren kann.

Verletztes Wildtier in Münster: Diese Stellen sind zuständig

Anders verhält es sich, wenn ein Tier sichtbar verletzt ist oder sich in einer Lage befindet, aus der es sich nicht eigenständig befreien kann. In solchen Fällen sollten Bürgerinnen und Bürger nicht selbst eingreifen, sondern die Polizei informieren. Die Einsatzkräfte stellen den Kontakt zur zuständigen Revierjägerin oder zum zuständigen Revierjäger her, die fachlich beurteilen können, ob Hilfe notwendig ist.

Informationen über den örtlich zuständigen Jagdausübungsberechtigten erhalten Sie außerdem bei der Unteren Jagdbehörde der Stadt Münster, die beim Ordnungsamt angesiedelt ist. Auch die nächste Polizeidienststelle kann den Kontakt vermitteln.

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Besondere Vorsicht gilt bei Wildschweinen. Wird ein Frischling entdeckt, sollte der Ort umgehend verlassen werden, weil sich die Bache häufig in unmittelbarer Nähe aufhält und ihren Nachwuchs verteidigen kann. Kommt es zu einem Verkehrsunfall mit Wild, ist ebenfalls unverzüglich die Polizei zu verständigen, selbst wenn das Tier zunächst flüchtet, weil es verletzt sein oder Jungtiere zurückgelassen haben könnte.

Die Handlungsempfehlungen basieren auf den landesweiten Hinweisen des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen. Dort wird ausdrücklich geraten, Wildtiere zunächst aus der Distanz zu beobachten und nur bei offensichtlichen Verletzungen oder Gefahrenlagen die zuständigen Stellen einzuschalten.

Weitere Informationen stellt das Ministerium auf seiner Website unter www.mlv.nrw.de zur Verfügung.

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