
Münster. Der Wohnungsbau in Münster hat sich im Jahr 2025 spürbar erholt. Nach dem deutlichen Rückgang im Vorjahr wurden in der Stadt wieder mehr Wohnungen fertiggestellt. Insgesamt kamen 1.402 neue Wohnungen hinzu. Das waren rund 26 Prozent mehr als 2024. Auch bei den Baugenehmigungen zeigt die Entwicklung nach oben. Die neuen Zahlen aus der städtischen Baustatistik deuten damit auf eine Belebung des Wohnungsbaus hin, auch wenn das Niveau aus dem Jahr 2023 noch nicht wieder erreicht ist.
Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt, wie stark der Wohnungsbau in Münster geschwankt hat. Während 2023 noch 2.220 Wohnungen fertiggestellt wurden, fiel die Zahl 2024 auf 1.115. Im Jahr 2025 stieg sie nun wieder auf 1.402. Damit hat sich der Markt zumindest teilweise erholt.
Aus Sicht der Stadt ist das ein wichtiges Signal, weil die Nachfrage nach Wohnraum in Münster hoch bleibt. Zwar liegt die aktuelle Zahl der fertiggestellten Wohnungen noch klar unter dem Wert von 2023. Im Vergleich zum schwachen Vorjahr zeigt die Statistik aber eine deutliche Gegenbewegung.
Noch deutlicher fällt die Entwicklung bei den Baugenehmigungen aus. Im Jahr 2025 wurden in Münster 1.831 Wohnungen genehmigt. Im Vorjahr waren es 1.524. Das entspricht einem Plus von rund 20 Prozent. Im Zeitraum von 2020 bis 2025 wurde dieser Wert nur einmal übertroffen, nämlich 2021 mit 3.277 genehmigten Wohnungen.
Die Zahlen sind vor allem deshalb relevant, weil Genehmigungen als Hinweis auf die künftige Bautätigkeit gelten. Sie zeigen, dass weiterhin zahlreiche Projekte vorbereitet sind, auch wenn zwischen Genehmigung und Fertigstellung oft einige Zeit vergeht.
Zum Jahresende 2025 lag der Bauüberhang in Münster bei 4.154 Wohnungen. Gemeint sind damit Wohnungen, die bereits genehmigt wurden, aber noch nicht fertiggestellt sind. Ein großer Teil davon ist allerdings nicht nur geplant, sondern bereits in der Umsetzung.
Insgesamt befanden sich 1.583 dieser Wohnungen schon im Bau. Das entspricht rund 38 Prozent des gesamten Bauüberhangs. Von diesen Wohnungen waren 788 bereits rohbaufertig. Die Statistik zeigt damit, dass in Münster weiterhin viele Bauprojekte in der Pipeline sind, die in den kommenden Jahren für zusätzlichen Wohnraum sorgen könnten.
Innerhalb Münsters verteilten sich die neu fertiggestellten Wohnungen sehr unterschiedlich auf die Stadtbezirke und Stadtteile. Den größten Anteil verzeichnete der Bezirk Mitte mit 395 Wohnungen. Danach folgten der Westen mit 382 und der Südosten mit 263. In Hiltrup wurden 151 Wohnungen fertiggestellt, im Norden 122 und im Osten 89.
Auf Ebene der Stadtteile lagen Gievenbeck mit 291 neuen Wohnungen und Gremmendorf-West mit 165 besonders weit vorne. Auch in Coerde entstanden mit 71 Wohnungen vergleichsweise viele neue Einheiten. Die Zahlen zeigen, dass sich der Wohnungsbau 2025 vor allem auf einige Schwerpunkte innerhalb des Stadtgebiets konzentrierte.
Der größte Teil der fertiggestellten Wohnungen entstand auch 2025 im Neubau. Von den insgesamt 1.402 neuen Wohnungen wurden 1.197 neu errichtet. Weitere 205 Wohnungen kamen durch Umbaumaßnahmen zustande. Innerhalb des Neubaus dominierten Mehrfamilienhäuser deutlich. Auf sie entfielen 1.060 Wohnungen. Ein- und Zweifamilienhäuser machten 137 Wohnungen aus.
Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei den Genehmigungen. Von den 1.831 genehmigten Wohnungen sollen 1.475 im Neubau entstehen. 356 Wohnungen sind durch Umbauten bestehender Gebäude geplant. Damit bleibt der klassische Neubau der wichtigste Treiber für zusätzlichen Wohnraum in Münster.
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