Neues Leben für altes Kasino: Münster plant Demokratieort im York-Quartier

Das Offizierskasino im York-Quartier Münster wird zum Demokratie- und Begegnungsort. Baubeschluss im März, Fertigstellung bis 2028 geplant.
Foto: Stadt Münster / Michael Möller

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Münster. Das denkmalgeschützte Offizierskasino im York-Quartier soll zu einem zentralen Treffpunkt für Gremmendorf werden. Wenn der Rat der Stadt Münster am 25. März 2026 den Baubeschluss fasst, kann der Umbau noch in diesem Jahr starten. Ziel ist es, in dem historischen Gebäude einen Ort für Begegnung, Engagement und demokratischen Austausch zu schaffen.

Rat entscheidet über Baubeschluss im März

Das Projekt steht kurz vor der nächsten politischen Weichenstellung. Nachdem der Rat bereits im Oktober 2024 grundsätzlich grünes Licht gegeben hatte, soll nun der formale Baubeschluss folgen. Die Stadt plant, noch 2026 mit der Sanierung zu beginnen. Die Fertigstellung ist bis Ende 2028 vorgesehen.

Damit würde das Vorhaben innerhalb von rund zwei Jahren Bauzeit umgesetzt. Eine Inbetriebnahme ist nach aktuellem Stand für das vierte Quartal 2028 vorgesehen.

Denkmal aus den 1930er-Jahren wird modernisiert

Das ehemalige Offizierskasino stammt aus den 1930er-Jahren und steht unter Denkmalschutz. Künftig sollen rund 1.500 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung stehen. Neben einer umfassenden Sanierung ist auch eine energetische Modernisierung geplant.

Mit der Umsetzung sind das städtische Amt für Immobilienmanagement sowie die landeseigene Entwicklungsgesellschaft NRW.URBAN betraut. Der architektonische Entwurf stammt von Bastian Architekten aus Münster. Vorgesehen sind nach bisherigem Planungsstand unter anderem Gemeinschaftsflächen, Räume für Vereine sowie eine mögliche Bücherei.

Investition von bis zu 9,68 Millionen Euro

Die Gesamtkosten werden aktuell mit maximal 9,68 Millionen Euro beziffert. In städtischen Projektunterlagen ist teilweise von bis zu 9,8 Millionen Euro die Rede, was auf eine Rundung oder aktualisierte Kalkulation hindeuten könnte.

Ein wesentlicher Teil der Finanzierung stammt aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“. Münster erhält daraus fünf Millionen Euro. Die Förderzusage wurde bereits 2024 bekanntgegeben, die offizielle Übergabe der Urkunde erfolgte im November desselben Jahres in Berlin. Das Förderprogramm unterstützt seit 2014 bundesweit ausgewählte Modellprojekte mit besonderer städtebaulicher Bedeutung.

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Öffentlicher Bürgerpark mit historischem Baumbestand

Nicht nur das Gebäude selbst, auch das Umfeld soll neu gestaltet werden. Der historische Baumbestand bleibt erhalten. Geplant sind ein „Platz der Begegnung“ am Eingang sowie ein sogenannter Kasinogarten. Das Areal soll als öffentlicher Bürgerpark zugänglich sein und zugleich Aspekte von Biodiversität, Arten- und Klimaschutz berücksichtigen.

Ein Teil des Kasinoparks grenzt an den Schulhof der neuen Grundschule im York-Quartier. Erste Umgestaltungen im Außenbereich haben bereits begonnen.

York-Quartier als neues Stadtviertel für 6.000 Menschen

Das Offizierskasino ist Teil eines größeren Konversionsprojekts. Auf dem rund 50 Hektar großen Gelände der ehemaligen York-Kaserne entsteht seit dem Abzug der britischen Streitkräfte ein neues Wohnquartier. Perspektivisch sollen dort rund 6.000 Menschen leben.

Mit dem geplanten Demokratie- und Begegnungsort erhält das Quartier einen identitätsstiftenden Mittelpunkt. Nach der Fertigstellung soll die Nutzung an einen Trägerverein übergeben werden. Ziel ist es, ehrenamtliches Engagement im Stadtteil zu stärken und dauerhaft Raum für zivilgesellschaftliche Initiativen zu schaffen.

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