BürgerBus im Münsterland so gefragt wie nie: 300.000 Fahrgäste

Haltestelle Salzmannstraße wegen Baustelle verlegt
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Münster. Die BürgerBus-Angebote im Münsterland verzeichnen weiter steigende Nachfrage. Nach Angaben der Regionalverkehr Münsterland GmbH (RVM) nutzten im Jahr 2025 rund 300.000 Fahrgäste die BürgerBusse in der Region. Damit wurde ein neuer Höchstwert erreicht. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von etwa sechs Prozent.

Die Kleinbusse sind vor allem in ländlichen Regionen unterwegs und ergänzen den regulären öffentlichen Nahverkehr. Besonders dort, wo ein klassischer Linienbetrieb wirtschaftlich schwer umzusetzen ist, schließen BürgerBusse wichtige Mobilitätslücken.

Ehrenamtliche Fahrer legen 1,5 Millionen Kilometer zurück

Getragen wird das System von großem ehrenamtlichem Engagement. Mehr als 1.000 Fahrerinnen und Fahrer sind im Münsterland für BürgerBus-Vereine aktiv. Zusammen legten sie im Jahr 2025 fast 1,5 Millionen Kilometer zurück.

Die Fahrzeuge verkehren nach festen Fahrplänen und bedienen definierte Haltestellen. Häufig verbinden sie kleinere Orte mit zentralen Buslinien, Bahnhöfen, Einkaufsmöglichkeiten oder medizinischen Einrichtungen.

Fast jeder zweite Fahrgast nutzte dabei das Deutschlandticket. Insgesamt etwa 146.000 Fahrten wurden mit dem bundesweiten Ticketangebot unternommen.

Fahrgastzahlen in allen Münsterland-Kreisen gestiegen

Die Nachfrage entwickelte sich in allen vier Münsterland-Kreisen positiv. Besonders viele Fahrgäste verzeichnete der Kreis Coesfeld mit rund 129.000 Nutzern.

Im Kreis Warendorf nutzten etwa 60.000 Menschen das Angebot, während im Kreis Steinfurt knapp 55.000 Fahrgäste gezählt wurden. Auch im Kreis Borken blieb der BürgerBus stark nachgefragt. Dort wurden mehr als 54.000 Fahrgäste befördert.

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Im Kreis Borken verkehren BürgerBusse unter anderem in Heek, Legden, Südlohn, Oeding, Gronau, Ahaus und Reken.

BürgerBus als wichtige Ergänzung im Nahverkehr

BürgerBusse gelten seit vielen Jahren als wichtige Ergänzung zum regulären Busverkehr, insbesondere in ländlich geprägten Regionen. Sie ermöglichen Mobilität für Menschen ohne eigenes Auto und erleichtern Wege zu Einkaufsmöglichkeiten, medizinischer Versorgung oder zu Umsteigepunkten im öffentlichen Verkehr.

Die RVM unterstützt die Vereine organisatorisch und übernimmt Aufgaben als Betriebsführer.

BürgerBus hat im Münsterland eine lange Tradition

Das Modell blickt im Münsterland inzwischen auf eine jahrzehntelange Geschichte zurück. Im Jahr 2025 wurde das 40-jährige Bestehen der BürgerBus-Idee in der Region gefeiert.

Als Pionierprojekt gilt der BürgerBus Heek/Legden im Kreis Borken. Er wird von der RVM als erster BürgerBus in Deutschland bezeichnet und gilt damit als Ausgangspunkt für viele ähnliche Angebote im ganzen Land.

Heute ist das Konzept weit verbreitet. In Nordrhein-Westfalen gibt es rund 150 BürgerBus-Vereine mit etwa 3.800 ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern. Landesweit werden jährlich rund 1,2 Millionen Fahrgäste befördert und etwa fünf Millionen Kilometer zurückgelegt.

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