Kinder aus Teich gerettet: Zwei Frauen für mutige Rettungstat geehrt

Zwei Frauen retten in Marl zwei Kinder aus einem Teich und werden für ihre mutige Rettungstat offiziell geehrt.
Regierungspräsident Andreas Bothe überreichte Nadja Kolski (l.) und Caroline Bückemeier die Belobigungsurkunden für ihre Rettungstat / ©Bezirksregierung Münster

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Münster/Marl/Recklinghausen/Essen. Mit ihrem entschlossenen Handeln haben zwei Frauen im Herbst 2024 in Marl vermutlich Schlimmeres verhindert. Nadja Kolski aus Essen und Caroline Bückemeier aus Recklinghausen retteten zwei Mädchen aus einem Teich, die dort zu ertrinken drohten. Für ihren Einsatz wurden sie nun offiziell ausgezeichnet.

Hilfeschreie führen zu dramatischer Situation

Der Vorfall ereignete sich an einem normalen Arbeitstag im Oktober 2024. Als aus der Nähe ihres Arbeitsplatzes plötzlich Hilferufe von Kindern zu hören waren, reagierten die beiden Frauen sofort. Die Schreie führten sie zu einem Teich in der Nähe eines Hotels, wo sich zwei Mädchen in akuter Notlage befanden.

Nach bisherigen Erkenntnissen wollte das jüngere der beiden Kinder einen ins Wasser gefallenen Schuh zurückholen. Dabei geriet das Mädchen selbst in Schwierigkeiten. Die ältere Schwester versuchte zu helfen, konnte jedoch ebenfalls nicht schwimmen – beide drohten zu ertrinken.

Rettung aus dem Wasser und Alarmierung des Notrufs

Ohne zu zögern gingen Nadja Kolski und Caroline Bückemeier ins Wasser und zogen beide Kinder an Land. Anschließend setzten sie umgehend einen Notruf ab. Die Mädchen im Alter von fünf und 14 Jahren waren stark unterkühlt, aber ansprechbar und bei Bewusstsein. Sie wurden medizinisch versorgt.

Durch das schnelle und beherzte Eingreifen der beiden Frauen konnte eine lebensgefährliche Situation innerhalb weniger Minuten entschärft werden.

Öffentliche Belobigung als Anerkennung für Zivilcourage

Für ihre Rettungstat erhielten die beiden Retterinnen nun eine Öffentliche Belobigung des Landes Nordrhein-Westfalen. Regierungspräsident Andreas Bothe würdigte den Einsatz bei einer Feierstunde und betonte die Bedeutung von Mut und Hilfsbereitschaft im Alltag. Das entschlossene Eingreifen habe Leben gerettet und sei ein starkes Beispiel für gelebte Zivilcourage.

Eine Öffentliche Belobigung ist eine staatliche Auszeichnung für Menschen, die durch persönliches Risiko andere aus einer lebensbedrohlichen Lage retten. Vorschläge für diese Anerkennung können von jeder Person bei der zuständigen Bezirksregierung eingereicht werden. Die endgültige Entscheidung trifft der Ministerpräsident des Landes.

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