Klimaanlagen vereisen ab 26 Grad: RE 14 kann ab mittags ausfallen

Ausbau der Bahnstrecke Münster-Lünen: NRW und Bahn unterzeichnen Vereinbarung. Zweigleisiger Ausbau soll den Bahnverkehr verbessern. Fliegerbombe in Hamm: Am 15. April 2025 wurden über 400 Anwohner evakuiert. Die Entschärfung verlief reibungslos. Personalmangel bei Lokführern in NRW: 500 Stellen unbesetzt, über 1000 Neubesetzungen nötig – Land und Unternehmen reagieren unterschiedlich. Sabotage bei der Bahn legt die Strecke Duisburg–Düsseldorf lahm. Das Münsterland ist massiv betroffen. Züge fallen aus oder werden umgeleitet.
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Coesfeld/Münsterland. Fahrgäste auf der Linie RE 14 müssen sich weiterhin auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Bei Temperaturen von mehr als 26 Grad kann der Zugverkehr ab mittags bis zum Tagesende vollständig eingestellt werden. Inzwischen ist auch der konkrete Grund bekannt: Die Klimaanlagen der eingesetzten älteren Züge kommen mit den höheren Temperaturen nicht zurecht.

Vereiste Klimaanlagen sind das Problem beim RE 14

Wie der WDR unter Berufung auf die RheinRuhrBahn berichtet, können die Klimaanlagen der älteren Fahrzeuge bereits bei Außentemperaturen von mehr als 26 Grad Probleme bekommen. Die Anlagen vereisen demnach und fallen anschließend aus. Eine zugelassene technische Lösung, mit der die Klimaanlagen kurzfristig entsprechend umgerüstet werden könnten, gebe es derzeit nicht.

Das erklärt auch die ungewöhnlich niedrige Temperaturschwelle. Nach der Fahrgastinformation muss ab mittags bis zum Tagesende mit der Einstellung des gesamten Betriebs gerechnet werden, wenn die Temperaturen entsprechend steigen. Welche Züge konkret ausfallen, wird jeweils tagesaktuell in den Fahrplanauskunftssystemen veröffentlicht.

RheinRuhrBahn setzt bei Hitze auf Ersatzbusse

Wenn der Zugverkehr eingestellt werden muss, sollen Ersatzbusse eingesetzt werden. Vorgesehen ist ein Schienenersatzverkehr zwischen Borken und Essen. Bei Bedarf fahren zusätzlich Busse zwischen Coesfeld und Dorsten. Nach Angaben der RheinRuhrBahn soll der Ersatzverkehr bei entsprechenden Ausfällen stündlich verkehren.

Fahrgäste müssen dadurch mit deutlich längeren Reisezeiten rechnen. Besonders Pendler aus dem westlichen Münsterland in Richtung Ruhrgebiet sollten ihre Verbindung deshalb unmittelbar vor Fahrtbeginn kontrollieren und ausreichend Zeit einplanen.

Keine kurzfristige technische Lösung in Sicht

Dass ausgerechnet Temperaturen knapp über 26 Grad zu solchen Problemen führen, sorgt für Kritik. Werner Szybalski vom Fahrgastverband ProBahn Münsterland fordert eine schnelle Lösung. Sollte eine Nachrüstung der Fahrzeuge technisch nicht möglich sein, müssten aus seiner Sicht andere Fahrzeuge eingesetzt werden.

Kurzfristig zeichnet sich eine technische Behebung des Problems allerdings nicht ab. Die RheinRuhrBahn verweist darauf, dass für die betroffenen Klimaanlagen derzeit keine zugelassene Umrüstung zur Verfügung steht. Bei entsprechend warmem Sommerwetter könnten deshalb auch weiterhin Züge der RE 14 ausfallen.

Fahrgäste sollten RE-14-Verbindung vor Abfahrt prüfen

Die RE 14 verbindet unter anderem Essen und Dorsten mit Borken und Coesfeld und ist damit eine wichtige Verbindung zwischen dem westlichen Münsterland und dem Ruhrgebiet. Da die Ausfälle von der jeweiligen Temperatur abhängen, lässt sich nicht mehrere Tage im Voraus festlegen, welche Fahrten betroffen sein werden.

Reisende sollten deshalb besonders für Fahrten ab der Mittagszeit die aktuelle Verbindungsauskunft prüfen. Fest steht: Solange die älteren Klimaanlagen nicht technisch angepasst oder die Fahrzeuge ersetzt werden, können schon vergleichsweise normale Sommertemperaturen den Betrieb auf der RE 14 erheblich beeinträchtigen.

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